Bezirksgericht Kulm

Das Hundegesetz ist kein Spass – das bekommt ein Aargauer Ehepaar zu spüren

Nach nicht bezahlter Hundetaxe erhielt das Ehepaar eine Busse – auch diese wurde nicht bezahlt. Nun wurden sie vor Gericht beordert.

Nach nicht bezahlter Hundetaxe erhielt das Ehepaar eine Busse – auch diese wurde nicht bezahlt. Nun wurden sie vor Gericht beordert.

Weil sie weder Hundetaxen noch die entsprechenden Bussen bezahlt hatten, laufen zwei Eheleute Gefahr, einige Tage «absitzen» zu müssen. Zur Gerichtsverhandlung sind sie allerdings nicht erschienen.

Nachdem die Beschuldigten, ein Ehepaar aus dem oberen Wynental – aus welchen Gründen auch immer –, die Taxen für ihre Vierbeiner nicht entrichtet hatten, waren ihnen im vergangenen Herbst vom Gemeinderat ihrer Wohnsitzgemeinde Bussen von je 500 Franken auferlegt worden.

Die Gemeindebehörde stützte sich dabei auf das kantonale Hundegesetz (HuG). Paragraf 16 dieses Gesetzes sieht vor, dass für jeden mehr als drei Monate alten Hund eine jährliche Taxe von maximal 150 Franken zu entrichten ist.

Ausgenommen sind sogenannte Arbeitshunde sowie Hunde, die in Tierheimen auf eine neue Platzierung warten. Für vorsätzliche oder fahrlässige Übertretungen dieser Bestimmungen sieht das Hundegesetz in Paragraf 19 Bussen bis zu 10 000 Franken vor.

Haft statt Busse

Nachdem auch die Bussen nicht bezahlt wurden, ging die Sache an die Staatsanwaltschaft. Diese stellte zuhanden des Bezirksgerichts Kulm den Antrag, für die Bussen Ersatzfreiheitsstrafen von jeweils 5 Tagen auszufällen.

Am Mittwoch hätte die Einzelrichterverhandlung vor dem Bezirksgericht Kulm stattfinden sollen. Die beiden Beschuldigten erschienen jedoch ohne Angabe von Gründen nicht.

Wie Gerichtspräsident Christian Märki sagte, wird das Gericht daher aufgrund der Akten entscheiden und den Beschuldigten das Urteil schriftlich zustellen.

Unkluges Verhalten

Mit ihrem Verhalten dürften sich die beiden Hundehalter selber wohl kaum einen Gefallen getan haben. Immerhin hätten sie bei der Teilnahme an der Verhandlung im Rahmen der Befragung Gelegenheit gehabt, die Gründe für ihr Verhalten vorzubringen.

Damit hätte für das Gericht nicht zuletzt auch die Möglichkeit bestanden, eingehend zu prüfen, ob allenfalls eine Ratenzahlung der Busse und die Anordnung von gemeinnütziger Arbeit anstelle von Haftstrafen möglich gewesen wären.

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