Lenzburg

Das Bildungszentrum von GastroAargau ist eröffnet – und es kann sich sehen lassen

Jessica Gutscher, Kochlernende, bereitet das Abendessen für das Einweihungsfest vor.

Jessica Gutscher, Kochlernende, bereitet das Abendessen für das Einweihungsfest vor.

GastroAargau hat den Hauptsitz und das Kurszentrum nach Lenzburg verlegt. In einem Festakt wurde dieses eingeweiht.

Der Aargauer Verband für Hotellerie und Restauration hat ein neues Zuhause: GastroAargau präsentierte am Dienstagabend seine neue Wirkungsstätte der Öffentlichkeit. Das Resultat kann sich sehen lassen: Der neue Sitz liegt auf dem ehemaligen Hero-Areal, dem heutigen Quartier «Im Lenz». Auf drei Etagen belegt das Bildungszentrum rund 1200 Quadratmeter Fläche. Die Geschäftsstelle und das Verbandssekretariat von GastroAargau sind im zweiten Stock ­situiert.

Im dritten Stock befinden sich vier Schulzimmer für jeweils 16 bis 20 Personen. Diese sind modern eingerichtet und auf die Zukunft ausgerichtet: Jeder Tisch hat mehrere Steckdosen, für die Lernenden, die bald vorwiegend mit Laptops arbeiten werden. Ebenso im dritten Stock befindet sich der lichtdurchflutete Pausenraum inklusive Kiosk und Handytankstelle.

8700 Meter Elektrorohre und 294 Steckdosen verbaut

Im neuen Ausbildungszentrum werden die überbetrieblichen Kurse und die Qualifikationsverfahren für angehende Köche und Restaurantfachleute angeboten. Insgesamt fünf Wochen ihrer dreijährigen Lehre werden die Lernenden hier verbringen. Ausserdem werden hier auch Wirtenpatent- und Berufsbildnerkurse sowie Lehrabschlussprüfungen durchgeführt.

GastroAargau hat überall viel Holz eingebaut, das Wärme und Eleganz ins Ausbildungszentrum bringt. Insgesamt 8700 Meter Elektrorohre und 294 Steckdosen wurden verbaut.

Auf dem Weg in den vierten Stock gibt es an einer Wand eine Hommage an die Hero, denn das Haus steht da, wo früher Erbsen ausgedrückt, gewaschen und in Dosen abgefüllt wurden. Im vierten Stock befindet sich das Herzstück des neuen Ausbildungszentrums: die Küche. Diese wurde bereits am 20. Januar in Betrieb genommen. Mit 24 Arbeitsplätzen hat diese doppelt so viel Platz wie bisher.

Fünf Millionen hat der Verband in den Ausbau des Bildungszentrums investiert - eine halbe Million mehr als ursprünglich geplant - und auch den Hauptsitz nach Lenzburg verlegt. Die Umsetzung ging in Rekordzeit über die Bühne, wie Urs Kohler, Direktor von GastroAargau beim Rundgang erzählt: «Wir haben zwei Monate lang geplant und sieben Monate lang gebaut. Das, was kein normaler Mensch macht. Aber es ist uns gelungen.» Das moderne Ausbildungszentrum macht ihn besonders stolz: «Ein Ausbildungszentrum in dieser Grösse, mit dieser Kapazität und mit dem neusten Standard ist bisher einzigartig in der Schweiz.» Aktuell bildet GastroAargau etwa 340 Köche sowie 100 Restaurationsfachleute aus.

Bisher hatte der Verband seinen Sitz in Unterentfelden. Dieser war im Vergleich zum neuen Standort, der nur wenige Minuten vom Bahnhof Lenzburg entfernt ist, für die Lernenden nur schwer zu erreichen. Ausserdem stand nach über vierzig Betriebsjahren eine Totalsanierung der Liegenschaft an. Ein temporärer Umzug in ein Provisorium wäre mit einem grossen Aufwand und hohen Kosten verbunden gewesen, wie Präsident Bruno Lustenberger in Vergangenheit erklärte.

Ein Glas Konfitüre für die Zeitkapsel

Bei der Einweihungsfeier legten alle Vorstandsmitglieder einen Gegenstand in ein Chromstahlrohr, das anschliessend in den Boden des Pausenraums unter einer Glasscheibe verstaut wurde. «Dann können unsere Nach-Nachfolger in 40 Jahren sehen, wie es bei der heutigen Einweihung war», sagte Bruno Lustenberger, Präsident von GastroAargau. In die Zeitkapsel kamen unter anderem ein Foto des aktuellen Vorstandes, alle gehaltenen Reden, ein Glas Hero-Konfitüre und eine aktuelle Ausgabe der Aargauer Zeitung.

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