Weltfinal
Das Aargauer Robotikteam «mindfactory» gehört zu den besten Teams der Welt

Das Robotikteam «mindfactory» hat sein Können unter Beweis gestellt und es bis ins Halbfinale geschafft. Am internationalen Robotik-Wettbewerb in Amerika brillierten sie trotz Anfangsschwierigkeiten.

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Das Aargauer Robotikteam «mindfactory» gehört zu den besten Teams der Welt.

Das Aargauer Robotikteam «mindfactory» gehört zu den besten Teams der Welt.

Ende April begegneten sich die erfolgreichsten 105 von weltweit 22 000 Teams an einem internationalen Robotik-Wettbewerb in St. Louis (USA): der First Lego League Championship (FLL). Das Aargauer Team mindfactory mit den Fricktalern Noël Erdin und Benedikt Amsler überzeugte mit einer soliden Leistung und schaffte es in den «Robot-Games» bis ins Halbfinale.

Erst im März hatten sich die fünf zwischen 12 und 16 Jahre alten Aargauer Jugendlichen, ihr Coach Michael Sommerhalder sowie die beiden Mentoren Margherita Bernero und Simon Sommerhalder am FLL-Finale Zentraleuropa in Ungarn für die Teilnahme am World Festival qualifiziert. Dort haben sich letzte Woche 105 Teams aus 40 Nationen miteinander gemessen.

Materialproblemen getrotzt

Im Wettbewerb mussten in vier verschiedenen Bereichen Punkte geholt werden: Beim «Robot-Game» galt es, mit einem selbst zu konstruierenden Lego-Roboter auf einem Spielfeld knifflige Aufgaben zu lösen und damit möglichst viele Punkte zu holen. Im Bereich «Robot-Design» sollten die Teams effiziente und kreative Lösungsstrategien zur Aufgabenbewältigung im «Robot-Game» entwickeln. Das Design, die Mechanik und die Programmierung des Lego-Roboters wurden dabei ebenfalls bewertet.

Beim «Forschungsauftrag» setzten sich die Teams dieses Jahr mit Aspekten der Vermeidung und Wiederverwertung von Abfall auseinander und mussten ihr Forschungsergebnis auf originelle Art präsentieren.

Mit ihrem ausgeklügelten Lego-Roboter, dessen mechanischen Anbauteilen, einer bestechenden Programmierung und einem herausragenden Design löste das Team mindfactory die geforderten Aufgaben im Robot-Design und im Robot-Game überzeugend.

Wie schon in Ungarn gelang dem Team der Auftakt in den Wettbewerb jedoch nicht wunschgemäss. Der Roboter hatte Mühe mit der Materialbeschaffenheit der Wettbewerbstische in den USA und blieb unter den Erwartungen. So lag das Team nach den Roboterläufen am ersten Tag im ersten Drittel der Tabelle. Das Team liess sich dadurch aber nicht beirren, arbeitete bis tief in die Nacht an ihrem Roboter und erreichte so am zweiten Wettbewerbstag die fünftbeste Gesamtpunktzahl. In den Finalläufen am dritten Tag gelang dann sogar der Einzug ins Halbfinale, wo sich «mindfactory» schliesslich vom späteren Sieger-Team dieser Disziplin aus den USA geschlagen geben musste.

Erlebnisse fürs Leben

Coach Michael Sommerhaler war überaus zufrieden mit seinen Jungs. In allen Disziplinen erhielt «mindfactory» von der Jury sehr gute Zeugnisse. Entsprechend stolz auf die erbrachten Leistungen, wenn auch erschöpft vom dichten Wettbewerbsprogramm, kehrte das Aargauer Team gestern Montag in die Schweiz zurück. Was bleibt, sind Erlebnisse an einen spannenden und farbenfrohen Wettbewerb und vor allem Begegnungen mit gleichaltrigen Jugendlichen aus aller Welt – Erinnerungen fürs ganze Leben. (AZ)

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