Mundart-Volksinitiative
Das Aargauer Parlament lehnt die Mundart-Initiative deutlich ab

Nach der Aargauer Regierung empfiehlt auch der Grosse Rat, die aargauische Volksinitiative «Ja für Mundart im Kindergarten» abzulehnen. Die Abstimmung endete mit 92 Ja zu 34 Nein zu Ungunsten der Initiative der Schweizer Demokraten (SD).

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Die Mundart-Volksinitiative will die Standartsprache aus den Aargauer Kindergärten verbannen.

Die Mundart-Volksinitiative will die Standartsprache aus den Aargauer Kindergärten verbannen.

Keystone

Über den Wert der Mundartsprache im Hinblick auf die Integration fremdsprachiger Kinder waren sich die Fraktionen nicht einig. Für die SP zielt Mundart gegen die Integration, für die SVP hingegen fördert Dialekt die Eingliederung von ausländischen Kindern.

Die SVP war die einzige Fraktion, welche die SD-Initiative zur Annahme empfehlen wollte. Alle anderen Fraktionssprecher waren der gleichen Meinung wie die Regierung. Die CVP argumentierte, dass Hochdeutsch den Eintritt in die Primarschule erleichtere.

Volksabstimmung im 2014

Es gebe keinen Grund, die Standartsprache aus dem Kindergarten zu verbannen, sagte auch Erziehungsdirektor Alex Hürzeler (SVP). Die Volksabstimmung soll im nächsten Jahr stattfinden.

Die Regierung hat einen Teil des Anliegens der Schweizer Demokraten teilweise aufgenommen. Sie legte im neuen Lehrplan für den Kindergarten fest, dass die Kindergärtnerinnen und Kindergärtner künftig nur noch während einem Drittel der Unterrichtszeit Hochdeutsch sprechen sollen.

Diese neue Regelung tritt am 1. August 2014 in Kraft. Seit dem Beginn des Schuljahres 2008 galt, dass die Unterrichtspersonen während der Hälfte der Zeit die Standartsprache benutzen sollen.

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