Sylvia Flückiger-Bäni (SVP/Schöftland), 63, zweifache Mutter, verheiratet. Die Unternehmerin und Mitinhaberin eines Holzbaubetriebs wurde 2007 in den Nationalrat gewählt. Die frühere langjährige Arbeitsrichterin ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), Vizepräsidentin des Aargauischen Gewerbeverbandes und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Sie engagiert sich sehr für einheimische gewerbliche Belange, für die Eindämmung des Einkaufstourismus, und protestiert vehement, wenn im Bundeshaus ausländische Fenster eingebaut werden. Nebst dem Einsatz gegen neue Steuern und Gebühren ist es ihr ein weiteres grosses Anliegen, Handzeichen am Fussgängerstreifen wieder einzuführen. Bisher ist sie damit im Parlame nt jedesmal abgeblitzt. Aber wie schrieb sie doch unlängst in einem anderen Zusammenhang: «Steter Tropfen höhlt den Stein, vielleicht auch Räte.»

Die Gewerbepolitikerin

Sylvia Flückiger-Bäni (SVP/Schöftland), 63, zweifache Mutter, verheiratet. Die Unternehmerin und Mitinhaberin eines Holzbaubetriebs wurde 2007 in den Nationalrat gewählt. Die frühere langjährige Arbeitsrichterin ist Mitglied der Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK), Vizepräsidentin des Aargauischen Gewerbeverbandes und Vorstandsmitglied des Schweizerischen Gewerbeverbandes. Sie engagiert sich sehr für einheimische gewerbliche Belange, für die Eindämmung des Einkaufstourismus, und protestiert vehement, wenn im Bundeshaus ausländische Fenster eingebaut werden. Nebst dem Einsatz gegen neue Steuern und Gebühren ist es ihr ein weiteres grosses Anliegen, Handzeichen am Fussgängerstreifen wieder einzuführen. Bisher ist sie damit im Parlame nt jedesmal abgeblitzt. Aber wie schrieb sie doch unlängst in einem anderen Zusammenhang: «Steter Tropfen höhlt den Stein, vielleicht auch Räte.»

Corina Eichenberger-Walther (FDP/Kölliken), 60, zweifache Mutter, verwitwet. Die Rechtsanwältin und Mediatorin ist seit 2007 Nationalrätin. Sie ist Mitglied der Geschäftsprüfungskommisssion und Vizepräsidentin der Geschäftsprüfungsdelegation und der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK). Wenn die Wählerinnen und Wähler ihr für weitere vier Jahre das Vertrauen geben, wird sie voraussichtlich SiK-Präsidentin. Wie kam sie eigentlich zur SiK? Sie wurde 2007 dort «eingeteilt» und fand schnell Freude daran, möchte heute keinesfalls wechseln. Wenn es um Energiezukunft oder Sicherheitspolitik geht, sieht man die Nagrapräsidentin auch in der SRF-Arena. Sie hat sich sehr für ein neues Kampfflugzeug eingesetzt, dessen Beschaffung vom Volk abgelehnt wurde. Die kommenden grossen «Brocken» in der SiK werden Umsetzung und Finanzierung der Armeereform und wiederum die Evaluation eines neuen Kampfflugzeuges sein.

Die Sicherheitspolitikerin

Corina Eichenberger-Walther (FDP/Kölliken), 60, zweifache Mutter, verwitwet. Die Rechtsanwältin und Mediatorin ist seit 2007 Nationalrätin. Sie ist Mitglied der Geschäftsprüfungskommisssion und Vizepräsidentin der Geschäftsprüfungsdelegation und der Sicherheitspolitischen Kommission (SiK). Wenn die Wählerinnen und Wähler ihr für weitere vier Jahre das Vertrauen geben, wird sie voraussichtlich SiK-Präsidentin. Wie kam sie eigentlich zur SiK? Sie wurde 2007 dort «eingeteilt» und fand schnell Freude daran, möchte heute keinesfalls wechseln. Wenn es um Energiezukunft oder Sicherheitspolitik geht, sieht man die Nagrapräsidentin auch in der SRF-Arena. Sie hat sich sehr für ein neues Kampfflugzeug eingesetzt, dessen Beschaffung vom Volk abgelehnt wurde. Die kommenden grossen «Brocken» in der SiK werden Umsetzung und Finanzierung der Armeereform und wiederum die Evaluation eines neuen Kampfflugzeuges sein.

Maximilian Reimann (SVP/Gipf-Oberfrick), 73, zwei Töchter. Er ist der dienstälteste Aargauer Parlamentarier in Bern. Der Finanzjurist aus dem Fricktal wurde 1987 erstmals in den Nationalrat gewählt. 1995 jagte er der CVP ihren traditionellen Ständeratssitz ab. 2011 verzichtete er zugunsten der Kandidatur von Ueli Giezendanner, der den Einzug ins Stöckli allerdings nicht schaffte. Seither politisiert Reimann wieder im Nationalrat – 2011 gewählt mit der zweithöchsten Stimmenzahl in der SVP. Der einstige IKRK-Delegierte ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission (die er auch schon präsidiert hat) und der Delegation beim Europarat. Er hat schon 285 Vorstösse eingereicht, politisiert in der ganzen Breite, setzt sich aber in Vorstössen speziell auch für Seniorenanliegen ein, etwa für Gleichstellung von Mann und Frau beim SBB-Senioren-GA oder auch für die Heraufsetzung der periodischen vertrauensärztlichen Kontrolluntersuchung für Senioren-Autofahrer vom 70. auf das 75. Altersjahr.

Die Stimme der Senioren

Maximilian Reimann (SVP/Gipf-Oberfrick), 73, zwei Töchter. Er ist der dienstälteste Aargauer Parlamentarier in Bern. Der Finanzjurist aus dem Fricktal wurde 1987 erstmals in den Nationalrat gewählt. 1995 jagte er der CVP ihren traditionellen Ständeratssitz ab. 2011 verzichtete er zugunsten der Kandidatur von Ueli Giezendanner, der den Einzug ins Stöckli allerdings nicht schaffte. Seither politisiert Reimann wieder im Nationalrat – 2011 gewählt mit der zweithöchsten Stimmenzahl in der SVP. Der einstige IKRK-Delegierte ist Mitglied der Aussenpolitischen Kommission (die er auch schon präsidiert hat) und der Delegation beim Europarat. Er hat schon 285 Vorstösse eingereicht, politisiert in der ganzen Breite, setzt sich aber in Vorstössen speziell auch für Seniorenanliegen ein, etwa für Gleichstellung von Mann und Frau beim SBB-Senioren-GA oder auch für die Heraufsetzung der periodischen vertrauensärztlichen Kontrolluntersuchung für Senioren-Autofahrer vom 70. auf das 75. Altersjahr.

Cédric Wermuth (SP, Zofingen), 29, Vater eines Kindes. Er hat als Präsident der Schweizer Jungsozialisten früh nationale Bekanntheit erlangt, für viele Bürgerliche wurde er im wahrsten Sinne des Wortes ein rotes Tuch. Er kandidierte schon 2007 für die Juso für den Nationalrat, gewählt wurde er 2011 auf der SP-Liste. Dort holte er nach Pascale Bruderer auf Anhieb am meisten Stimmen. Er kämpfte 2013 mit aller Kraft für die 1:12-Initiative, die vom Volk dann überaus wuchtig verworfen wurde. Seither steht für ihn die Verteilungsfrage im Vordergrund. Er denkt da an Mieten, Löhne, Mindestlohn, Vermögen, Steuern. Er polarisiert wie kaum ein anderer Politiker. Wermuth ist in der Finanzkommission sowie Präsident der Subkommission 1 der Finanzkommission. Seit Mitte 2014 ist er auch Co-Präsident der SP Aargau. In der Links-Rechts-Auswertung der «NZZ» belegt er Rang 4. Nur Susanne Leutenegger Oberholzer, Carlo Sommaruga und Ueli Leuenberger sind im Nationalrat noch weiter links positioniert.

Der Polarisierende

Cédric Wermuth (SP, Zofingen), 29, Vater eines Kindes. Er hat als Präsident der Schweizer Jungsozialisten früh nationale Bekanntheit erlangt, für viele Bürgerliche wurde er im wahrsten Sinne des Wortes ein rotes Tuch. Er kandidierte schon 2007 für die Juso für den Nationalrat, gewählt wurde er 2011 auf der SP-Liste. Dort holte er nach Pascale Bruderer auf Anhieb am meisten Stimmen. Er kämpfte 2013 mit aller Kraft für die 1:12-Initiative, die vom Volk dann überaus wuchtig verworfen wurde. Seither steht für ihn die Verteilungsfrage im Vordergrund. Er denkt da an Mieten, Löhne, Mindestlohn, Vermögen, Steuern. Er polarisiert wie kaum ein anderer Politiker. Wermuth ist in der Finanzkommission sowie Präsident der Subkommission 1 der Finanzkommission. Seit Mitte 2014 ist er auch Co-Präsident der SP Aargau. In der Links-Rechts-Auswertung der «NZZ» belegt er Rang 4. Nur Susanne Leutenegger Oberholzer, Carlo Sommaruga und Ueli Leuenberger sind im Nationalrat noch weiter links positioniert.

Philipp Müller (FDP/Reinach), 63. Der gelernte Gipser und heutige Generalbauunternehmer wurde 2003 in den Nationalrat gewählt. Er ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission und der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. National bekannt wurde er einst mit seiner «18-Prozent-Initiative». Er unterlag damals in der Volksabstimmung – auch in der eigenen Partei. In seinen Dossiers ist er enorm kenntnisreich, engagiert sich stark in Ausländer- und Asyldebatten und kämpft für den Erhalt der bilateralen Verträge. Er gilt er als einer der einflussreichsten Politiker der Schweiz. Als Präsident der FDP wird ihm nachgesagt, er habe die Partei volksnäher gemacht, aber auch auf Rechtskurs gebracht. Die FDP steht rechts der Mitte. Müller steht in der Fraktion allerdings laut «NZZ»-Links-Rechts-Schema ziemlich genau in der Mitte.

Der Einflussreichste

Philipp Müller (FDP/Reinach), 63. Der gelernte Gipser und heutige Generalbauunternehmer wurde 2003 in den Nationalrat gewählt. Er ist Mitglied der Staatspolitischen Kommission und der Kommission für Wirtschaft und Abgaben. National bekannt wurde er einst mit seiner «18-Prozent-Initiative». Er unterlag damals in der Volksabstimmung – auch in der eigenen Partei. In seinen Dossiers ist er enorm kenntnisreich, engagiert sich stark in Ausländer- und Asyldebatten und kämpft für den Erhalt der bilateralen Verträge. Er gilt er als einer der einflussreichsten Politiker der Schweiz. Als Präsident der FDP wird ihm nachgesagt, er habe die Partei volksnäher gemacht, aber auch auf Rechtskurs gebracht. Die FDP steht rechts der Mitte. Müller steht in der Fraktion allerdings laut «NZZ»-Links-Rechts-Schema ziemlich genau in der Mitte.  

Ruth Humbel (CVP, Birmenstorf), 58, Mutter zweier erwachsener Kinder, verheiratet. Die Juristin ist als Beraterin im Gesundheitswesen tätig. Sie ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und seit Anbeginn auch der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Sie ist die wohl arrivierteste Gesundheits-politikerin, bei diesen Themen entsprechend häufig in der SRF-»Arena». Bei Gesundheitsvorstössen ist sie im Rat häufig Sprecherin der CVP. Ihre Vorstösse kreisen auch vorab um Gesundheitsthemen. Zwei Beispiele: In einer aktuellen Motion fordert sie mehr Effizienz und Transparenz im schweizerischen Sozialversicherungssystem und ein Praktikum als Eignungstest für das Medizinstudium anstelle des Numerus clausus. Ruth Humbel sagte letztes Jahr in der az, sie kandidiere so lange, «bis wir im Parlament die dringend nötige grosse Sozialversicherungsreform zustande bringen, welche auch die Volkshürde nimmt».

Die Gesundheitspolitikerin

Ruth Humbel (CVP, Birmenstorf), 58, Mutter zweier erwachsener Kinder, verheiratet. Die Juristin ist als Beraterin im Gesundheitswesen tätig. Sie ist Mitglied der staatspolitischen Kommission und seit Anbeginn auch der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit. Sie ist die wohl arrivierteste Gesundheits-politikerin, bei diesen Themen entsprechend häufig in der SRF-»Arena». Bei Gesundheitsvorstössen ist sie im Rat häufig Sprecherin der CVP. Ihre Vorstösse kreisen auch vorab um Gesundheitsthemen. Zwei Beispiele: In einer aktuellen Motion fordert sie mehr Effizienz und Transparenz im schweizerischen Sozialversicherungssystem und ein Praktikum als Eignungstest für das Medizinstudium anstelle des Numerus clausus. Ruth Humbel sagte letztes Jahr in der az, sie kandidiere so lange, «bis wir im Parlament die dringend nötige grosse Sozialversicherungsreform zustande bringen, welche auch die Volkshürde nimmt».  

Ueli Giezendanner (SVP, Rothrist), 61, drei erwachsene Kinder (Sohn Benjamin ist Grossratsvizepräsident), verwitwet. 1991 für die Autopartei in den Nationalrat gewählt, wechselte er 1996 zur SVP. Dort wurde der «Fuhrhalter der Nation» rasch zum verkehrspolitischen Schwergewicht. Der bestgewählte Aargauer Nationalrat ist Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, ist aber auch Gesundheitspolitiker. Er will, dass vier Monate vor der Abstimmung keine Meinungsumfragen mehr publiziert werden dürfen. Er gilt als einer der humorvollsten Politiker, kann aber auch poltern. Er ist der «Vater» des Strassenfonds, kämpft für mehr Kapazitäten auf verkehrsreichen Strassen und für die zweite Gotthardröhre. Unlängst machte «Giezi« Schlagzeilen mit dem Vorschlag für zweistöckige Autobahnen. Er wollte einst die Formel 1 in die Schweiz holen. Jetzt klappts wohl mit der Formel E.

Der Fuhrhalter der Nation

Ueli Giezendanner (SVP, Rothrist), 61, drei erwachsene Kinder (Sohn Benjamin ist Grossratsvizepräsident), verwitwet. 1991 für die Autopartei in den Nationalrat gewählt, wechselte er 1996 zur SVP. Dort wurde der «Fuhrhalter der Nation» rasch zum verkehrspolitischen Schwergewicht. Der bestgewählte Aargauer Nationalrat ist Mitglied der Kommission für Verkehr und Fernmeldewesen, ist aber auch Gesundheitspolitiker. Er will, dass vier Monate vor der Abstimmung keine Meinungsumfragen mehr publiziert werden dürfen. Er gilt als einer der humorvollsten Politiker, kann aber auch poltern. Er ist der «Vater» des Strassenfonds, kämpft für mehr Kapazitäten auf verkehrsreichen Strassen und für die zweite Gotthardröhre. Unlängst machte «Giezi« Schlagzeilen mit dem Vorschlag für zweistöckige Autobahnen. Er wollte einst die Formel 1 in die Schweiz holen. Jetzt klappts wohl mit der Formel E.  

Max Chopard-Acklin (SP/Obersiggenthal), 49, Vater einer erwachsenen Tochter, verheiratet. Der gelernte Maschinenschlosser rutschte 2009 in den Nationalrat nach, nachdem Urs Hofmann in den Regierungsrat gewählt worden war. Wie Hofmann kommt auch er aus der Gewerkschaftsbewegung. Viele Jahre war er Gewerkschaftssekretär Unia. 2013 wechselte er als Projektleiter in die Umweltarena in Spreitenbach. Den Sitz in der Sicherheitspolitischen Kommission konnte er für einen in der Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) tauschen. Diese Kommission ist in der Debatte über die Energiestrategie 2050 sehr gefragt. Das behagt dem Energiepolitiker und Präsident von «Kein Atommüll im Bözberg». Auch die vorherige Kommission lässt ihn nicht ganz los, präsidiert er doch auch die Parlamentarische Gruppe für Polizei- und Sicherheitsfragen. Das «NZZ»-Links-Rechts-Schema zeigt ihn auf Platz 45 im moderaten SP-Flügel.

Der Gewerkschafter

Max Chopard-Acklin (SP/Obersiggenthal), 49, Vater einer erwachsenen Tochter, verheiratet. Der gelernte Maschinenschlosser rutschte 2009 in den Nationalrat nach, nachdem Urs Hofmann in den Regierungsrat gewählt worden war. Wie Hofmann kommt auch er aus der Gewerkschaftsbewegung. Viele Jahre war er Gewerkschaftssekretär Unia. 2013 wechselte er als Projektleiter in die Umweltarena in Spreitenbach. Den Sitz in der Sicherheitspolitischen Kommission konnte er für einen in der Kommission Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) tauschen. Diese Kommission ist in der Debatte über die Energiestrategie 2050 sehr gefragt. Das behagt dem Energiepolitiker und Präsident von «Kein Atommüll im Bözberg». Auch die vorherige Kommission lässt ihn nicht ganz los, präsidiert er doch auch die Parlamentarische Gruppe für Polizei- und Sicherheitsfragen. Das «NZZ»-Links-Rechts-Schema zeigt ihn auf Platz 45 im moderaten SP-Flügel.

Beat Flach (GLP/Auenstein), 50, verheiratet, ein Kind. Er wurde vor vier Jahren als erster Aargauer GLP-Vertreter in den Nationalrat gewählt. Als Jurist ist er in der Kommission für Rechtsfragen sowie in der Sicherheitspolitischen und der Gerichtskommission. Er ist kein grosser Vorstossschreiber, spricht aber viel im Plenum, und engagiert sich auch im Konsumentenforum. Bei Giacobbo/Müller punktete er dieser Tage zum vernichtenden Volksnein an der Urne zur GLP-Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» mit Schlagfertigkeit. Flach: «Es gibt jetzt nichts mehr, das uns erschüttern kann.» Er freut sich natürlich über seinen vierten Platz als wirtschaftsfreundlicher Nationalrat im «Bilanz»-Rating. Flach hat die Energiewende des Bundesrates verinnerlicht, auch als Mitglied des Vereins «Nie wieder Atomkraftwerke». Wahlkampfgags ist er durchaus zugänglich, wie sein GLP-Wahlsong mit Mitkandidatin Ruth Jo. Scheier zeigt.

Der singende Nationalrat

Beat Flach (GLP/Auenstein), 50, verheiratet, ein Kind. Er wurde vor vier Jahren als erster Aargauer GLP-Vertreter in den Nationalrat gewählt. Als Jurist ist er in der Kommission für Rechtsfragen sowie in der Sicherheitspolitischen und der Gerichtskommission. Er ist kein grosser Vorstossschreiber, spricht aber viel im Plenum, und engagiert sich auch im Konsumentenforum. Bei Giacobbo/Müller punktete er dieser Tage zum vernichtenden Volksnein an der Urne zur GLP-Initiative «Energie- statt Mehrwertsteuer» mit Schlagfertigkeit. Flach: «Es gibt jetzt nichts mehr, das uns erschüttern kann.» Er freut sich natürlich über seinen vierten Platz als wirtschaftsfreundlicher Nationalrat im «Bilanz»-Rating. Flach hat die Energiewende des Bundesrates verinnerlicht, auch als Mitglied des Vereins «Nie wieder Atomkraftwerke». Wahlkampfgags ist er durchaus zugänglich, wie sein GLP-Wahlsong mit Mitkandidatin Ruth Jo. Scheier zeigt.

Yvonne Feri (SP/Wettingen), 49, zweifache Mutter. Die Kauffrau und Gemeinderätin von Wettingen ist Vizepräsidentin der Geschäftsprüfungskommission, Präsidentin der SP Frauen Schweiz sowie Co-Präsidentin der Parlamentarischen Frauengruppe. Sie schaffte 2011 als viertplatzierte SP-Kandidierende den Sprung in die Grosse Kammer nach Bern, weil die Erstplatzierte auf der SP-Liste, Pascale Bruderer, gleichzeitig in den Ständerat gewählt wurde. Wenn die Wählerinnen und Wähler sie weitere vier Jahre nach Bern schicken, könnte sie GPK-Präsidentin werden. Sie engagiert sich in ihren Vorstössen stark für Gleichstellungsfragen bzw. die Gleichstellung der Frau, für Kinderrechte, für die Opfer häuslicher Gewalt, für Armutsbekämpfung, für den Schutz der Persönlichkeit. Sie gibt auch Gruppen eine Stimme, die keine Lobby haben, etwa den Opfern von Menschenhandel.

Die Frauenkämpferin

Yvonne Feri (SP/Wettingen), 49, zweifache Mutter. Die Kauffrau und Gemeinderätin von Wettingen ist Vizepräsidentin der Geschäftsprüfungskommission, Präsidentin der SP Frauen Schweiz sowie Co-Präsidentin der Parlamentarischen Frauengruppe. Sie schaffte 2011 als viertplatzierte SP-Kandidierende den Sprung in die Grosse Kammer nach Bern, weil die Erstplatzierte auf der SP-Liste, Pascale Bruderer, gleichzeitig in den Ständerat gewählt wurde. Wenn die Wählerinnen und Wähler sie weitere vier Jahre nach Bern schicken, könnte sie GPK-Präsidentin werden. Sie engagiert sich in ihren Vorstössen stark für Gleichstellungsfragen bzw. die Gleichstellung der Frau, für Kinderrechte, für die Opfer häuslicher Gewalt, für Armutsbekämpfung, für den Schutz der Persönlichkeit. Sie gibt auch Gruppen eine Stimme, die keine Lobby haben, etwa den Opfern von Menschenhandel.

Bernhard Guhl (BDP/Niederrohrdorf), 43, verheiratet, zwei Kinder. Der diplomierte Elektroingenieur HTL eroberte 2011 einen Sitz für die BDP, ist in der Kommission für Rechtsfragen und präsidiert die BDP Aargau. Die BDP wirbt auf ihren Plakaten mit Bienen. Die Assoziation ist klar: Bienen sind fleissig. Das weiss niemand besser als der Imker Guhl. Doch wo steht die BDP eigentlich? Die «NZZ»-Links-Rechts-Beurteilung verortet sie wie die CVP leicht rechts der Mitte und links von der FDP. Das gilt auch für Guhl. Dank ihm ist Kitesurfen jetzt mit anderen Wassersportarten gleichgestellt – auf dem Hallwilersee bleibt es aber verboten. Guhl – selbst bei der Milizfeuerwehr – bewirkte die Rückgängigmachung einer unpraktikablen Nullpromille-Regelung für Miliz-Feuerwehrfahrer. Für sie gelten jetzt wie für alle andern auch maximal 0,5 Promille. Die Feuerwehrleute haben ihn ins Herz geschlossen.

Der Feuerwehrmann

Bernhard Guhl (BDP/Niederrohrdorf), 43, verheiratet, zwei Kinder. Der diplomierte Elektroingenieur HTL eroberte 2011 einen Sitz für die BDP, ist in der Kommission für Rechtsfragen und präsidiert die BDP Aargau. Die BDP wirbt auf ihren Plakaten mit Bienen. Die Assoziation ist klar: Bienen sind fleissig. Das weiss niemand besser als der Imker Guhl. Doch wo steht die BDP eigentlich? Die «NZZ»-Links-Rechts-Beurteilung verortet sie wie die CVP leicht rechts der Mitte und links von der FDP. Das gilt auch für Guhl. Dank ihm ist Kitesurfen jetzt mit anderen Wassersportarten gleichgestellt – auf dem Hallwilersee bleibt es aber verboten. Guhl – selbst bei der Milizfeuerwehr – bewirkte die Rückgängigmachung einer unpraktikablen Nullpromille-Regelung für Miliz-Feuerwehrfahrer. Für sie gelten jetzt wie für alle andern auch maximal 0,5 Promille. Die Feuerwehrleute haben ihn ins Herz geschlossen.

Luzi Stamm (SVP, Baden), 63, drei Kinder, verheiratet. Der Rechtsanwalt und Ökonom wurde 1991 für die FDP in den Nationalrat gewählt. 2001 wechselte er zur SVP. Bei den Wahlen 2003 gewann die SVP prompt einen weiteren Sitz, die FDP verlor einen. Stamm ist Mitglied der Kommission für Rechtsfragen (die er auch schon präsidiert hat) und der Aussenpolitischen Kommission (die er ebenfalls schon präsidiert hat). Zu seinen zentralen Themen gehört der Kampf gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Mit seiner Goldinitiative, die unter anderem verlangte, der gesamte Goldbestand der Schweizerischen Nationalbank solle unverkäuflich sein, landete er letztes Jahr einen veritablen Flop. Das Volk lehnte sie haushoch ab. Nach dem Volks-Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative will er dem Bundesrat auf die Finger schauen, «und sicherstellen, dass die Initiative umgesetzt wird».

Kämpfer gegen EU-Beitritt

Luzi Stamm (SVP, Baden), 63, drei Kinder, verheiratet. Der Rechtsanwalt und Ökonom wurde 1991 für die FDP in den Nationalrat gewählt. 2001 wechselte er zur SVP. Bei den Wahlen 2003 gewann die SVP prompt einen weiteren Sitz, die FDP verlor einen. Stamm ist Mitglied der Kommission für Rechtsfragen (die er auch schon präsidiert hat) und der Aussenpolitischen Kommission (die er ebenfalls schon präsidiert hat). Zu seinen zentralen Themen gehört der Kampf gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Mit seiner Goldinitiative, die unter anderem verlangte, der gesamte Goldbestand der Schweizerischen Nationalbank solle unverkäuflich sein, landete er letztes Jahr einen veritablen Flop. Das Volk lehnte sie haushoch ab. Nach dem Volks-Ja zur SVP-Masseneinwanderungsinitiative will er dem Bundesrat auf die Finger schauen, «und sicherstellen, dass die Initiative umgesetzt wird».

Hansjörg Knecht (SVP/Leibstadt), 55, verheiratet. Der Unternehmer packt in seiner Mühle gern auch persönlich zu, wenn Getreide angeliefert wird. Er ist seit 2011 Nationalrat und Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) und gilt als stiller Schaffer. Er engagiert sich in Bern als Präsident des kantonalen Hauseigentümerverbandes für Eigentümeranliegen, und gegen neue Steuern und Gebühren. Aktuell will er in Bern via Motion erreichen, alle vom Bund erhobenen Verbrauchssteuern, Abgaben und Gebühren von der Mehrwertsteuer zu befreien. Noch als Grossrat hat er im Aargau einen Vorstoss mit auf den Weg gebracht, der die Grundbuchabgabe durch eine nur noch kostendeckende Gebühr ersetzen will. Diese ist zwar noch nicht ganz über die Bühne, dürfte der Kantonskasse aber zeitlich gestaffelt Ausfälle bis 36 Millionen Franken bescheren. Knecht warnt vor den Kosten der Energiewende. Diese werde der Wirtschaft das Genick brechen.

Der Gebührenjäger

Hansjörg Knecht (SVP/Leibstadt), 55, verheiratet. Der Unternehmer packt in seiner Mühle gern auch persönlich zu, wenn Getreide angeliefert wird. Er ist seit 2011 Nationalrat und Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie (Urek) und gilt als stiller Schaffer. Er engagiert sich in Bern als Präsident des kantonalen Hauseigentümerverbandes für Eigentümeranliegen, und gegen neue Steuern und Gebühren. Aktuell will er in Bern via Motion erreichen, alle vom Bund erhobenen Verbrauchssteuern, Abgaben und Gebühren von der Mehrwertsteuer zu befreien. Noch als Grossrat hat er im Aargau einen Vorstoss mit auf den Weg gebracht, der die Grundbuchabgabe durch eine nur noch kostendeckende Gebühr ersetzen will. Diese ist zwar noch nicht ganz über die Bühne, dürfte der Kantonskasse aber zeitlich gestaffelt Ausfälle bis 36 Millionen Franken bescheren. Knecht warnt vor den Kosten der Energiewende. Diese werde der Wirtschaft das Genick brechen.