Cyberkriminalität
Angriff auf IT-Netzwerk der Aargauer Siegfried Gruppe – Produktion an mehreren Standorten zurückgefahren

Das IT-Netzwerk der Siegfried Gruppe ist Ziel eines Angriffs mit Schadsoftware geworden. Dank umgehenden Gegenmassnahmen konnte Schlimmeres verhindert werden.

Merken
Drucken
Teilen
Wurde zum Ziel eines Cyberangriffs: Die Siegfried Gruppe mit Sitz in Zofingen.

Wurde zum Ziel eines Cyberangriffs: Die Siegfried Gruppe mit Sitz in Zofingen.

Raphael Hünerfauth

Zum Angriff mit Schadsoftware auf das IT-Netzwerk von Siegfried soll es in der Nacht auf Freitag gekommen sein. Dies schreibt das im Bereich Life Science tätige Unternehmen mit Sitz in Zofingen in einer Mitteilung.

An verschiedenen Standorten sei nach Entdeckung des Cyberangriffs die Produktion gesichert zurückgefahren, die Netzwerkverbindungen unterbrochen und sämtliche IT-Systeme einer vertieften Untersuchung unterzogen worden. Diese Untersuchung dauert aktuell noch an.

Auch BioNTech-Abfüllanlage in Deutschland betroffen

Die Sicherheit aller Mitarbeitenden und Produktionsanlagen sei jederzeit gewährleistet worden, heisst es im Schreiben weiter. Mit Ausnahme der beiden Standorte in Spanien, die über ein isoliertes Netzwerk verfügen, werde es an den anderen Standorten in unterschiedlichem Umfang zu Produktionsunterbrechungen kommen.

Vom Angriff ebenfalls betroffen, ist die Produktionsstätte von Siegfried im deutschen Hameln. Dort wird seit Kurzem der vom US-amerikanischen Pharmaunternehmen Pfizer entwickelte Covid-Impfstoff BioNTech abgefüllt. Mediensprecher Peter Gehler bestätigt auf Anfrage: «Auch in Hameln steht die Produktion derzeit still. Wir haben heute Morgen aber alles soweit aufgegleist, dass wir die Anlagen langsam wieder hochfahren können.» Weil diese aber über eine hochkomplexe Steuersoftware verfügten, könne es noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis die Produktion komplett hochgefahren sei. (luk)