CVP Aargau
CVP-Präsident Zemp will nun doch länger weitermachen

Am Wahlsonntag konnte Präsident Markus Zemp sich vorstellen, sein Amt schon nächsten Frühling abzugeben. Eine breite Unterstützung aus der Basis hat bei ihm zum Umdenken geführt.

Fabian Muster
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Markus Zemp.

Markus Zemp.

Annika Bütschi

«Ich mache es höchstens noch eineinhalb Jahre», sagte CVP-Präsident Markus Zemp gestern in der Aargauer Zeitung. Er erwähnte, dass er sich auch vorstellen könnte, sein Amt bereits nächsten Frühling aufzugeben, falls ein Nachfolger bereitstünde. Das ist nun kein Thema mehr. «Ich werde das Präsidium nicht schon nächsten Frühling abgeben», sagte Zemp gestern zur Aargauer Zeitung.

Auf seine Ankündigung hin hätte er viele E-Mails erhalten, die ihn zum Weitermachen motivierten. «Ich will nicht, dass die Leute das Gefühl hätten, ich rühre den Bettel hin und lasse die Partei im Stich», sagt Zemp, der erst seit Anfang Jahr im Amt ist. Die Partei hätte zurzeit ganz andere Probleme, als sich einen neuen Präsidenten zu suchen.

Zemp hat Ruhe in Partei gebracht

Am Präsidentenamt zeigt die neu gewählte Grossrätin und CVP-Mediensprecherin Marianne Binder kein Interesse (siehe Interview oben). Sie setzt sich dafür ein, dass Zemp das Präsidium länger ausübt, am liebsten gleich für die nächsten vier Jahre. Zemp will sich vorläufig aber nicht festlegen, wann er abtritt. Dies käme auch auf die berufliche Belastung an, sagt er.

Auch andere Vertreter in der Parteileitung wünschen sich, dass Zemp länger bleibt. In der Parteileitungssitzung von gestern Abend soll das Thema Präsidium aufgegriffen worden sein. «Dass er so schnell gehen wollte, ist mir neu», sagt etwa Regula Bachmann. «Er soll länger bleiben, diese Sache ist noch nicht gegessen», sagt der ehemalige Parteipräsident Theo Voegtli. Auch Alexandra Abbt würde es bedauern, wenn Zemp schon frühzeitig abtreten würde: «Er hat sehr gute Arbeit gemacht und wieder Ruhe in die CVP gebracht.» Er soll so lange bleiben, wie es ihm Spass macht und er motiviert ist.