Aargau
CVP lässt Allianz der bügerlichen Parteien im Aargau platzen

Eigentlich haben FDP und SVP auf eine bürgerliche Allianz mit der CVP gesetzt, jetzt werden sie enttäuscht: Die CVP macht nicht mit, weil sie verhindern will, dass unnötig Regierungsräte abgewählt werden.

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Erhält weniger Unterstützung von der CVP als erhofft: Stephan Attiger von der FDP (links)

Erhält weniger Unterstützung von der CVP als erhofft: Stephan Attiger von der FDP (links)

az/Emanuel Freudiger

Die Gespräche haben bereits stattgefunden und man war sich soweit einig. Jetzt werden die FDP und die SVP aber zurückgewiesen: Die geplante bürgerliche Allianz, zusammen mit der CVP scheitert. Seit Parteipräsident Markus Zemp vorsteht, gilt die CVP als bürgerlich.

Bei den Gesamterneuerungswahlen des Aargauer Regierungsrates im Oktober wird es keine bürgerliche Allianz geben. Die CVP Aargau unterstützt einzig ihren bisherigen Regierungsrat, Finanzdirektor Roland Brogli. Damit folge die Partei der Tradition, bei Regierungsratswahlen keine Allianzen einzugehen, teilte die CVP am Montag mit. SVP und FDP hatten Interesse an einer bürgerlichen Allianz bekundet.

Die bisherige, bürgerlich dominierte Regierung habe in der laufenden Legislaturperiode «insgesamt gut harmoniert und erfolgreich agiert», hält die CVP fest. Diese Politik solle auch nach den Erneuerungswahlen fortgesetzt werden. Die CVP wolle keine bisherigen Regierungsmitglieder abwählen.

Die Gesamterneuerungswahlen finden am 21. Oktober statt. Erstmals werden die fünf Mitglieder des Regierungsrates und die 140 Mitglieder des Grossen Rat am gleichen Datum gewählt.

Vier Bisherige treten an
Vier der fünf bisherigen Regierungsräte stellen sich der Wiederwahl. Neben Brogli sind das Urs Hofmann (SP), Alex Hürzeler (SVP) und Susanne Hochuli (Grüne).

Die FDP Aargau will mit Stephan Attiger, dem Stadtammann von Baden, ihren frei werdenden Sitz in der Exekutive verteidigen. Der bisherige FDP-Regierungsrat, Baudirektor Peter C. Beyeler, tritt nicht mehr an.

SVP will einen zweiten Sitz

Die SVP möchte mit Parteipräsident und Grossrat Thomas Burgherr einen zweiten Sitz in der Exekutive erobern. Das schafft die SVP aber nur, wenn ein bisheriges Regierungsmitglied abgewählt oder die FDP ihren Sitz verlieren würde.

Keine Listenverbindungen bei Parlamentswahl

Bei der Erneuerungswahl für die 140 Sitze im Kantonsparlament können die Parteien keine Listenverbindungen abschliessen, um sich Restmandate zu sichern.

Das Wahlergebnis wird nach dem Modell «doppelter Pukelsheim» ausgezählt. Dieses Zählmodell, das erstmals bei den Grossratswahlen 2009 zur Anwendung gekommen war, lässt keine Listenverbindungen zu. (kgh/sda)

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