Die Beantwortung der zusammengezählt 156 Vorstösse führte zu Kosten von 204'562 Franken und 40 Rappen. Am meisten Kosten verursachte die CVP: Die von der Verwaltung verfassten Stellungnahmen des Regierungsrats zu den 36 Vorstössen aus den Reihen der CVP schlugen mit Kosten von 45'240 Franken zu Buche. Das geht aus dem am Freitag veröffentlichten Jahresbericht 2017 des Regierungsrats hervor.

Die Bearbeitung von 23 Vorstössen der SP kostete 42'189 Franken. Die FDP verursachte mit ihren 31 Vorstössen Kosten von 38'630 Franken, gefolgt von der SVP mit 21 Vorstössen und Kosten von 25'734 Franken.

Nichts anbrennen liess auch die Kleinpartei GLP. Die Beantwortung ihrer 18 Vorstösse lösten Kosten von 25'125 Franken aus. Es folgen die weiteren Kleinparteien Grüne (17 Vorstösse, 18'653 Franken), EVP (5 Vorstösse, 4462 Franken) und die BDP (5 Vorstösse, 4527 Franken).

Politiker stellen gerne Fragen

Die 140 Mitglieder des Grossen Rates bescherten dem Regierungsrat und der Kantonsverwaltung vor allem mit den 91 Interpellationen zu allen möglichen Themen viel Arbeit. Bearbeitet wurden auch 30 Postulate und 35 Motionen, in denen konkrete Forderungen auf die politische Bühne gebracht werden können.

Die meisten Vorstösse betrafen Themen des Departements Gesundheit und Soziales. Es folgen das Departement Bau, Verkehr und Umwelt sowie das Departement Volkswirtschaft und Inneres.

Kostentransparenz

Im Kanton Aargau weist die Verwaltung seit dem 1. April 2001 die anfallenden Kosten für jeden einzelnen parlamentarischen Vorstoss aus.

Die Aufwendungen setzen sich aus einem Einheitsstundensatz, einem Nebenkostenzuschlag und einer Supportpauschale zusammen. Die Forderung, die Aufwendungen zu benennen, hatten FDP-Grossräte erhoben.