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Credit Suisse schliesst NAB-Filialen – so sieht die Banken-Landschaft im Aargau aus

Mit 73 Filialen sind die Raiffeisenbanken im Aargau am besten vertreten. (Symbolbild)

Mit 73 Filialen sind die Raiffeisenbanken im Aargau am besten vertreten. (Symbolbild)

Die Neue Aargauer Bank geht in der Mutterbank Credit Suisse auf und schliesst mehr als die Hälfte der Filialen im Kanton. Plant die Konkurrenz ebenfalls, Geschäftsstellen zu schliessen? AKB und Valiant verneinen, die Hypi bleibt vage. Wir zeigen die 172 Filialen von sechs grossen Banken im Kanton.

18 der 30 Credit Suisse- und Neue Aargauer Bank-Filialen im Aargau sollen geschlossen werden. Das hat Folgen für die Mitarbeitenden aber auch für die Kundinnen und Kunden. Viele wollen ihr Geld in den Händen einer lokalen Bank wissen und haben sich deshalb noch am selben Tag der Bekanntgabe der CS bei anderen Aargauer Finanzinstituten nach einer Kontoeröffnung erkundigt. Doch wie sieht dort die Zukunft aus? Gibt es dort allenfalls auch Pläne für einen Abbau? Die AZ hat bei der Aargauischen Kantonalbank (AKB), der Valiant und der Hypi Lenzburg nachgefragt.

«Als kundenzentrierte Bank ist uns das persönliche Gespräch, der persönliche Austausch sehr wichtig. Bei uns sind keine Filialschliessungen geplant» sagt Christine Honegger von der AKB. Die Herausforderungen der Coronakrise will man mit angepassten Öffnungszeiten und dem 2-Zonen-Konzept in den Niederlassungen meistern. «Unsere Beratungsdienstleistungen können wir dank diesem Konzept optimal wahrnehmen.»

Die Aargauer Bankfilialen-Landschaft:

Digitalisierung bedeutet nicht weniger Filialen

Die CS begründete ihren Schritt zur Aufgabe der NAB mit der Digitalisierung des Bankengeschäfts. Diese steht auch bei der Hypi Lenzburg auf der Prioritätenliste. Marc Fischer, Vizedirektor der Bank und Leiter der Abteilung Digitale Medien, sagt: «Wir sehen die Digitalisierung als Ergänzung zur persönlichen Beratung.» Diese «hybride Strategie» käme beispielsweise in der neu eröffneten Filiale in Wohlen zum Zuge. Was das für die Anzahl der Filialen bedeutet, ist unklar. Fischer bleibt vage: «Die physischen Geschäftsstellen als Begegnungsorte bilden weiterhin einen wesentlichen Bestandteil zur Verbindung mit unseren Kunden.»

Bei der Valiant sind keine Filialschliessungen geplant. Im Gegenteil: Das schweizweite Ziel der Bank ist Expansion. Im September letzten Jahres wurde eine Filiale in Rheinfelden eröffnet, damit hat die Valiant 15 Standorte im Aargau und will an diesen festhalten, denn «wir sind lokal verankert und setzen auf die Nähe zu unseren Kundinnen und Kunden», so Mediensprecher Simon Bickel.

Bis 2024 will die Bank schweizweit 14 weitere Geschäftsstellen in Betrieb nehmen und 170 Vollzeitstellen schaffen. Ob es auch im Aargau neue Filialen gibt, ist offen. (mma/fh/mwa)

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