Sicherheit
Crash von Ex-«Top Gear»-Star Richard Hammond hat Folgen für das Bergrennen Reitnau

Beim Bergrennen Reitnau am Sonntag werde man ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit haben, sagt Organisator Thomas Kohler. Grund: Der Unfall von Ex-"Top Gear"-Star Richard Hammond.

Dominic Kobelt
Drucken
Teilen
Richard Hammond bei Bergrennen verunfallt
6 Bilder
Hammond musste mit einem Rega-Helikopter ins Spital gebracht werden. Er kam offenbar glimpflich davon.
Hier ist Richard Hammond verunfallt. Er war bei einem Bergrennen in Hemberg im Kanton St. Gallen unterwegs.
Sein Auto fing Feuer.
Es erlitt offensichtlich einen Totalschaden.

Richard Hammond bei Bergrennen verunfallt

Youtube/nature pictures/Keystone

Knapp drei Wochen ist es her, da rettete sich Richard Hammond nach einem spektakulären Unfall aus dem völlig zerstörten, zwei Millionen teuren Rimac. Danach ging das Wrack in Flammen auf, die Rega flog den TV-Star ins Kantonsspital St. Gallen. Wie durch ein Wunder verletzte er sich nur am Knie.

Hat der Crash beim Training zum Bergrennen im toggenburgischen Hemberg auch Auswirkungen auf das Bergrennen in Reitnau, das am kommenden Sonntag stattfindet? «Unsere Sportbehörde ASS wie auch die FIA in Paris werden natürlich genau darauf achten, dass alle Reglemente und Sicherheitsvorkehrungen eingehalten sind» sagt Organisator Thomas Kohler.

«Wir versuchen seit Jahren, die bestmögliche Sicherheit für die Fahrer und vor allem für die Zuschauer zu gewährleisten. Wir und auch die Fahrer investieren grosse Summen in die Sicherheit. Die immer wichtiger werdende Zusammenarbeit mit unserer Sportbehörde ASS ist heute hervorragend», so Kohler.

Showfahrten finden trotzdem statt

In Reitnau bekommen die Zuschauer nicht nur ein Rennen zu sehen, auch Showelemente würden zum Programm gehören, wie Kohler betont. «Reitnau hat quasi vor 17 Jahren den Showteil am Berg in der Schweizer Rennsportszene erfunden», erklärt er. Zu einem modernen Anlass gehörten die Showelemente nebst einem spannenden Rennen einfach dazu. Kohler betont aber, dass alle Fahrer im Showblock erfahrene Profis seien. «Zudem gibt es genaue Reglemente für die Demofahrten.» Man dürfe den Organisatoren von Hemberg auch keine unbegründeten Vorwürfe machen. «Motorsport, insbesondere am Berg, birgt immer ein Restrisiko», macht Kohler klar. Der 51-Jährige ist selbst lizenzierter Rennleiter, Sportkommissar der Sportbehörde ASS und auch Inhaber einer Fahrerlizenz.

Bergrennen Reitnau 2016
20 Bilder
Bald in der Formel 4? Robin Faustini (links) mit seinem Vater Simon Hugentobler aus Suhr in ihren Boxen.
Grosser Publikumsandrang, ausgezeichnete Stimmung. Und der eine oder andere Spezialeffekt.
Grosser Publikumsandrang, ausgezeichnete Stimmung.
Etwas weniger PS: Andreas Burkart aus Rain mit seinem Ford Indy Monoposto.

Bergrennen Reitnau 2016

André Albrecht

Trotz des spektakulären Vorfalls am Hemberg, der Organisator des Bergrennens Reitnau schaut mit positiven Gefühlen auf das kommende Wochenende: «Egon Allgäuer wird mit seinem 1400 PS starken Racetruck den Berg hochfliegen, und Kristaps Bluss, der Top-Driftstar des HGK Racing Teams, wird sein Können den Zuschauern eindrücklich demonstrieren», freut sich Kohler.

Sechs Schrauben fixieren das Knie von Richard Hammond.
7 Bilder
Richard Hammond zeigt sein «Swiss Army Knie»
Hammond musste mit einem Rega-Helikopter ins Spital gebracht werden. Er kam offenbar glimpflich davon.
Hier ist Richard Hammond verunfallt. Er war bei einem Bergrennen in Hemberg im Kanton St. Gallen unterwegs.
Sein Auto fing Feuer.
Es erlitt offensichtlich einen Totalschaden.

Sechs Schrauben fixieren das Knie von Richard Hammond.

watson.ch

Sechs Formel-3000-Fahrer

Das Bergrennen Reitnau, das dieses Jahr zum 52. Mal stattfindet, gehört zu den grössten Motorsportveranstaltungen in der Schweiz. Rund 12 000 Zuschauer werden erwartet, über 230 Piloten sind angemeldet und warten nur noch auf die Startflagge, um am 2. Juli über die Piste zu jagen. Besonders stolz ist Kohler, dass in der Kategorie Formel 3000, die der Formel 1 nur wenig nachsteht, sechs Fahrer erwartet werden. Das Rennen steht aber nicht nur Elite-Fahrern offen, auch viele Piloten aus der Region nehmen teil.