Covid-19
Die Hälfte aller Aargauerinnen und Aargauer hat mindestens eine Impfung erhalten – wird bald auch an Schulen geimpft?

Die Impf-Kampagne des Kanton Aargau schreitet weiter fort. Mittlerweile kann man sich seine Injektionen nicht nur in Impfzentren und beim Arzt, sondern auch in Apotheken, Firmen und Läden geben lassen. Nach den Ferien könnten auch Schulen dazukommen.

Raphael Karpf
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Seit Anfang Monat wird in Aargauer Apotheken geimpft. Im Bild: Links Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, rechts Apothekerverbandspräsident Lukas Korner.

Seit Anfang Monat wird in Aargauer Apotheken geimpft. Im Bild: Links Gesundheitsdirektor Jean-Pierre Gallati, rechts Apothekerverbandspräsident Lukas Korner.

Zvg

Stand 7. Juli sind 339'360 Aargauerinnen und Aargauer mindestens einmal gegen Covid-19 geimpft. Das entspricht der Hälfte der Bevölkerung.

Um die Impfquote weiter zu erhöhen und so eine allfällige vierte Welle im Herbst zu verhindern, hat der Aargau mehrere niederschwellige Impfangebote geschaffen. Geimpft wird mittlerweile nicht mehr nur in den Impfzentren und bei Ärzten, sondern auch in Apotheken, Firmen und sogar bei Einkaufsläden. Nach den Ferien werden möglicherweise noch Schulen dazukommen.

Impfen in Apotheken:

Seit Anfang Juli impfen rund 50 Apotheken im Aargau gegen Covid-19. Die Kampagne sei soweit gut angelaufen, schreibt Michel Hassler vom Departement Gesundheit und Soziales (DGS). Wie viele Menschen in Apotheken aber bisher geimpft wurden, könne man nicht sagen. Die Zahlen würden nur zusammen mit den Impfungen bei Hausärzten erhoben und noch nicht separat.

Impfen in Betrieben:

Auch das Impfen in den Betrieben funktioniere wie gewünscht. 17 Aargauer Firmen machen an der Aktion mit, rund 2500 Menschen lassen sich dort impfen. Firmen können sich zudem weiterhin anmelden, um an diesem Projekt teilzunehmen.

Impfen in Läden:

Seit vergangener Woche wird auch bei Migros und Coop geimpft. Zum Start wurde in Wettingen und Kaiseraugst jeweils ein Impfzelt bei einem Detailhändler aufgebaut. An den drei Tagen, an denen diese Standorte in Betrieb waren, wurden 160 Personen geimpft. Auf die Frage, ob diese Zahl den Erwartungen entspreche, schreibt Hassler vom DGS: «Wir führen einen Pilotversuch durch, der ohne konkrete quantitative Erwartungen gestartet wurde.»

Diese Woche wird von Donnerstag bis Samstag in mobilen Impfstandorten bei der Migros in Wohlen und beim Coop in Lupfig geimpft. Grosse Anpassungen habe man noch keine vorgenommen, höchstens an der Beschilderung gearbeitet, so Hassler. In Wettingen war das Impfzelt hinter der Migros aufgebaut worden, man musste mehreren Wegweisern folgen, um es überhaupt zu finden. Jetzt aber schon andere, grössere Anpassungen am Projekt vorzunehmen, wäre übereilt, heisst es beim DGS.

Impfen in Schulen:

Nach den Sommerferien soll offenbar auch an Aargauer Schulen geimpft werden. Genauere Infos fehlen aber noch. Hassler vom DGS: «Für die Zeit nach den Sommerferien werden verschiedene Massnahmen an der Oberstufe der Volksschule geprüft. Auch eine Impfung vor Ort ist denkbar.»