Pandemie

Coronavirus: Die Nachfrage nach Tests nimmt zu

Beim Corona-Test. (Archivbild)

Beim Corona-Test. (Archivbild)

Der Aargau meldet 44 neue Coronafälle. Jetzt bauen die Spitäler die Testkapazitäten aus.

Im Kanton Aargau sind seit Beginn der Coronapandemie 3063 Personen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der Kanton meldete gestern 44 Neuansteckungen für den Vortag. Die Zahl der Todesfälle liegt weiterhin bei 55. Aktuell werden 18 Personen im Spital betreut. Das sind 6 mehr als am Freitag. Eine Person wird auf der Intensivstation behandelt; das ist eine weniger als am Freitag.

Kantonsärztin Yvonne Hummel sagte vergangene Woche mit Blick auf die steigenden Fallzahlen, die Situation sei weiterhin «fragil» und die weitere Entwicklung werde «genau beobachtet». Sie sagte aber auch, dass sich die Situation nicht mit jener im Frühling vergleichen lasse. Damals sei deutlich weniger getestet worden.

Wie sich die Anzahl der Tests pro Woche entwickelt hat, zeigen Zahlen des Bundesamts für Gesundheit. Allerdings liegen die Zahlen erst seit Anfang Juni aufgeschlüsselt nach Kantonen vor (siehe Tabelle rechts). Am meisten Tests (6481) sind im Aargau in der ersten Septemberwoche durchgeführt worden. Während der Sommerferien waren es tendenziell weniger.

Testen lassen kann man sich an den Spitälern oder beim Hausarzt. Am Kantonsspital Baden (KSB) befindet sich das Testzentrum auf dem Dach des Parkhauses, am Kantonsspital Aarau (KSA) in einem separaten Gebäude. Laut KSB-Sprecher Omar Gisler nimmt die Nachfrage nach Tests seit dem Sommer kontinuierlich zu. In Baden würden pro Tag zwischen 100 und 150 Tests durchgeführt. Am Kantonsspital Aarau sind es mehr als 1000 Tests pro Woche. «Ziel ist es, die Kapazität der Teststelle kontinuierlich auszubauen, um der Nachfrage auch in Zukunft gerecht zu werden», sagt der KSB-Sprecher.

Getestet werden Personen, die Symptome einer Atemwegsinfektion aufweisen, zum Beispiel Husten oder Halsweh haben. An den meisten Spitälern kann online über die Website ein Termin gebucht werden. Gisler ruft dazu auf, nicht ohne Terminaufgebot zu erscheinen: «Dadurch werden die eng getakteten Abläufe unnötig durcheinandergebracht.» (nla)

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