Alterszentrum «St. Bernhard»

Corona-Fall in Wettinger Altersheim: Angestellte positiv getestet – Besuche von Angehörigen verboten

Alterszentrum St. Bernhard: Die angesteckte Mitarbeiterin befindet sich auf dem Weg zur Genesung.

Alterszentrum St. Bernhard: Die angesteckte Mitarbeiterin befindet sich auf dem Weg zur Genesung.

Nach der Corona-Infektion einer Mitarbeiterin des Wettinger Alterszentrums «St. Bernhard» ist ein Trakt isoliert worden. 62 Bewohner sind davon betroffen. Besuche von Angehörigen sind verboten.

Eine Mitarbeiterin des Wettinger Alterszentrums St.Bernhard ist positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Geschäftsleiter Rüdiger Niederer bestätigt auf Anfrage entsprechende Informationen, die der «Aargauer Zeitung» vorliegen. «Am Mittwoch, 4. März, traten bei einer Angestellten Husten und Fieber auf. Sie hat die Leitung des Alterszentrums dann darüber informiert, dass sie mit einer positiv getesteten Person in Kontakt gewesen war. Wir haben die Mitarbeiterin sofort angewiesen, sich telefonisch beim Kantonsspital zu melden.» Dort wurde sie positiv auf das Corona-Virus getestet. Das Resultat lag am vergangenen Freitag vor. Niederer sagt: «Die Frau ist derzeit zu Hause in Quarantäne, es geht ihr so weit gut. Sie befindet sich glücklicherweise auf dem Weg zur Genesung.»

62 Bewohner in Altersheim Wettingen isoliert

62 Bewohner in Altersheim Wettingen isoliert

Weil sich eine Betreuerin mit dem Coronavirus ansteckte, dürfen Betagte im Alterszentrum St. Bernhard nur noch von speziellem Personal betreut werden.

Verdachtsfall bei einer Bewohnerin nicht bestätigt

Nach Bekanntwerden des Corona-Falls trat das Notfallszenario in Kraft, das für Norovirus-Fälle erarbeitet wurde: Die Leitung des Alterszentrums isolierte den Trakt mit 62 Bewohnerinnen und Bewohnern, in dem sich die angesteckte Angestellte aufgehalten hatte. Besuche von Angehörigen sind derzeit nicht erlaubt. Um eine Quarantäne handle es sich aber nicht, betont der Geschäftsleiter. Betreten werden darf das «Haus 1» aber nur von 25 Angestellten, die sich ausschliesslich um das Wohl dieser Bewohner kümmern. Diese Angestellten werden strikt vom Rest des 125-köpfigen St.Bernhard-Teams getrennt. Zudem wurde das Nachtwache-Team aufgestockt. Wie lange die Isolation des Trakts noch andauert, stehe nicht fest: «Am Mittwoch trifft sich die Taskforce wieder, womöglich lassen wir Besuche des engsten Kreises wieder zu», so Rüdiger Niederer.

Am Sonntag traten bei einer Bewohnerin des Alterszentrums ebenfalls Symptome einer Erkrankung auf; auch sie wurde im Kantonsspital einem Test unterzogen. Gestern Dienstagmittag kam die Entwarnung: «Die Frau leidet an einem grippalen Infekt, nicht aber am Corona-Virus», so Niederer.

Das Altersheim habe stets im Austausch mit der Kantonsärztin und den Behörden gestanden. «Der Entscheid, den Trakt zu isolieren, lag in unserer Befugnis und wurde nicht auferlegt, aber von den Behörden gutgeheissen», sagt Niederer. Die Bewohnerinnen und Bewohner hätten den Entscheid, isoliert zu werden, unterschiedlich aufgenommen. Die Mehrheit habe aber Verständnis aufgebracht. «Vielleicht auch darum, weil die Isolation nichts Aussergewöhnliches ist. Erst kürzlich war diese Massnahme für mehrere Bewohner angeordnet worden, die an einer Magen-Darm-Grippe litten.»

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