Das Baugesuch ist bewilligt, die Pläne stehen, der Baubeginn wäre auf diesen Herbst angesetzt. Doch es tut sich nichts auf dem Gelände gleich gegenüber des Paul-Scherrer-Instituts (PSI) in Villigen, wo der Park "Innovaare" entstehen sollte. Wie das SRF Regionaljournal nun berichtet, verzögert sich der Bau des 160-Millionen-Projekts. 

Einer der Gründe, weshalb das Projekt stockt: Das Geld fehlt. "Wir sind zurzeit mit mehreren potenziellen Investoren im Gespräch, um die Finanzierung sicherzustellen", sagt Benno Rechsteiner, CEO der Innovaare AG, gegenüber dem Regionaljournal. Er erwarte jedoch, die 160 Millionen Franken, die für den Bau benötigt werden, in den nächsten Monaten zusammenzubringen. Bis die Finanzierung gewährleistet ist, kann der Bau jedoch noch nicht starten. Anstelle von anderthalb Jahren soll es deshalb noch mindestens dreieinhalb Jahre dauern, bis die ersten Mieter im Campus einziehen können.

Für die Firmen, von denen die Verantwortlichen bereits einen Zuspruch erhalten haben, muss deshalb eine Notlösung her. "Zurzeit bietet uns das PSI Raum an, den wir untervermieten können", sagt Rechsteiner gegenüber SRF. Dieser reiche jedoch nicht aus. "Wir planen zurzeit ein Containerdorf", so Rechsteiner. Bis der Campus fertiggestellt ist, sollen die Hightech-Firmen in Containern untergebracht werden.

Der Park "Innovaare" soll Firmen und Forscher direkt an einem Ort zusammenbringen. Dadurch sollen die Firmen innovativer werden und schneller neue Ideen ausarbeiten können. Zu den Aktionären gehören unter anderem der Kanton Aargau sowie Firmen wie ABB, Axpo und General Electric. Im März des letzten Jahres erfolgte die Baueingabe für die neuen Bauten gleich gegenüber dem PSI. Ende 2017 wurde der Erschliessungsplan bewilligt, im Oktober dieses Jahres dann das Baugesuch. Als Herausforderung des Vorhabens bezeichnete die Innovaare AG im Frühling die sach- und termingerechte Fertigstellung. Diese habe Priorität, sagten die Verantwortlichen damals.