Regierungsrat

Christiane Guyer liegt über dem absoluten Mehr – trotzdem reicht es nicht zur Wahl

Nicht gewählte Christiane Guyer: «Die Perspektive der Frauen ist weiterhin im Regierungsrat nicht vertreten»

Nicht gewählte Christiane Guyer: «Die Perspektive der Frauen ist weiterhin im Regierungsrat nicht vertreten»

Markus Dieth, Stephan Attiger, Alex Hürzeler und Jean-Pierre Gallati schaffen die Wiederwahl – Christiane Guyer erzielt Achtungserfolg.

Als das Schlussresultat der Regierungsratswahl feststand, war ihr die Enttäuschung anzusehen. Christiane Guyer, Stadträtin der Grünen in Zofingen und einzige Frau mit reellen Wahlchancen, schaffte den Einzug in die Regierung nicht. Und auch zu einem zweiten Wahlgang kommt es nicht. Guyer erreichte zwar das absolute Mehr – die vier Bisherigen und Dieter Egli machten aber mehr Wählerstimmen.

«Wir haben einen guten Wahlkampf gemacht, jetzt müssen wir analysieren, warum es nicht gereicht hat», sagte die 57-Jährige im Keller des Grossratsgebäudes. Ein Faktor könne sein, dass sie mit 50'000 Franken im Wahlkampf dreimal weniger Geld zur Verfügung hatte als der viertplatzierte Egli. Oder auch, dass die Wählerstärke der Grünen eben kleiner sei als jene der anderen Parteien.

Dabei sah es zwischendurch gar nicht schlecht aus für Guyer. In der Stadt Zofingen machte sie das beste Resultat aller Kandidierenden, im Bezirk Zofingen lag sie vor Dieter Egli auf dem fünften Platz. «Ich stelle fest: Dort, wo ich politisiere, habe ich ein Spitzenresultat erzielt. Es liegt also nicht an meiner Person, sondern zum Teil sicher an meiner Bekanntheit, die im Aargauer Osten weniger gross ist als im Westen», versucht sich Guyer an einer Erklärung.

Dieth klar voraus, Gallati musste zittern

Klar am besten schnitt der diesjährige Landammann Markus Dieth (CVP) ab. Er gewann die Bezirke Aarau, Baden, Brugg, Laufenburg, Muri, Rheinfelden und Zurzach. Stephan Attiger (FDP) erzielte das zweitbeste Wahlresultat, das beste machte er in den Bezirken Bremgarten, Lenzburg und Zofingen. Im Bezirk Kulm schaffte Alex Hürzeler (SVP) das Spitzenresultat.

Das schlechteste Resultat der Bisherigen erzielte SVP-Regierungsrat Jean-Pierre Gallati. In manchen früh ausgezählten Gemeinden lag der Gesundheitsdirektor gar nur auf Platz sechs, noch hinter Dieter Egli und Christiane Guyer. Gezittert habe er trotzdem nicht, sagte Gallati: «Ich warte immer auf des Endresultat und diesmal lag ich sogar mit meiner Prognose richtig, wer auf welchem Platz gewählt werden würde.»

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