Masseneinwanderung
Cédric Wermuth «droht»: «Bei einem Ja komme ich wieder nach Hause»

In drei Tagen entscheidet das Stimmvolk an der Urne über die Masseneinwanderungs-Initiative der SVP. Noch immer läuft der Abstimmungskampf auf Hochtouren - auch in den sozialen Netzwerken.

Fabian Hägler
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Cédric Wermuth «droht»: «Liebe Schweiz, ich drohe selten, aber es muss sein: Wenn die Abschottungsinitiative angenommen wird komme ich wieder nach Hause.»

Cédric Wermuth «droht»: «Liebe Schweiz, ich drohe selten, aber es muss sein: Wenn die Abschottungsinitiative angenommen wird komme ich wieder nach Hause.»

AZ

SVP-Fraktionschef Andreas Glarner lanciert einen Aufruf auf Facebook, SP-Nationalrat Wermuth kämpft auf Twitter gegen die Initiative.

Dafür wählt Wermuth, der momentan in den Ferien in Südamerika weilt, einen etwas unkonventionellen Weg. Via Twitter lässt der SP-Nationalrat verlauten: "Liebe Schweiz, ich drohe selten, aber es muss sein: Wenn die Abschottungsinitiative angenommen wird komme ich wieder nach Hause."

Glarner mit Facebook-Appel

"Aufruf: Macht noch 10 Telefone in Eurem Bekanntenkreis, erkundigt Euch, ob die schon abgestimmt haben. Geht an die Urne - schleppt alles, was noch halbwegs laufen kann mit und stimmt vor allem JA zu unserer Initiative." Das schreibt Andreas Glarner, Fraktionschef der SVP im Aargauer Grossen Rat, auf seinem Facebook-Profil.

Für Glarner ist klar: "Nur wenn wir mobilisieren, kann am Sonntag die Überraschung gelingen." Er ruft seine Parteikollegen und Sympathisanten auf: "Lasst es uns versuchen, zeigen wir der Classe politique, den Gnomen der Economiesuisse und den Cüpli-Sozialisten, was das Volk wirklich will ! Die Sensation liegt greifbar nah - aber wir müssen etwas dafür tun!"

Parteikollege Dieter Egli, Fraktionschef der Aargauer SP im Grossen Rat, kritisiert derweil ein Inserat der SVP in der Aargauer Zeitung: "Das Indianer-Inserat in der heutigen Ausgabe zeigt, wie weit die Abschottungs-Initiative entfernt ist von unserer Realität..." Die SVP wirbt im Inserat mit dem Spruch "Die Indianer konnten die Einwanderung auch nicht stoppen - heute leben sie in Reservaten", für ihr Volksbegehren.