Rheinfelden
Carlsberg-Manager: «Wir haben auch Standorte im Aargau angeschaut»

Der Feldschlösschen-Konzern Carlsberg schafft im Kanton Glarus 200 neue Stellen. Im Aargau gehen 50 verloren. Carlsberg-Manager Thomas Metzger sagt, was für Glarus und was gegen den Aargau spricht.

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«Wir haben auch mehrere Standorte im Aargau in Betracht gezogen», sagt Metzger. Der Feldschlösschen-Konzern hatte wegen der neuen Einheit, die nun in Ziegelbrücke angesiedelt wird, auch Kontakt zur Aargauer Regierung.

Am Schluss hat sich der Bierkonzern aber für den Kanton Glarus entschieden. Weil es dort Steuerrabatte gibt und im Aargau nicht? «Die Steuern waren einer von vielen Faktoren», sagt Metzger.

Grossraum Zürich matchentscheidend

Für Ziegelbrücke sprechen die gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und an den Flughafen, die Nähe zum Grossraum Zürich mit seinen internationalen Schulen und die gute Struktur.

«Es ist ein toller Entscheid für die Schweiz», so Metzger, der bis im März Chef von Feldschlösschen war und jetzt Finanzchef der neuen Carlsberg-Einheit ist. Denn die neue Gesellschaft, in der Einkauf, Produktion und Logistik zusammengeführt werden, hätte auch ausserhalb der Schweiz angesiedelt werden können.

Carlsberg hat sich letzten November dann aber für die Schweiz entschieden. Der Entscheid für Ziegelbrücke fiel laut Metzger bereits im Juni. «Feldschlösschen ist davon absolut nicht betroffen», macht er klar. Das Ganze ist eine Angelegenheit der Muttergesellschaft Carlsberg.

Fast alle gehen vom Fricktal nach Glarus

Betroffen sind aber 50 Angestellte, die heute in Rheinfelden arbeiten. Sie müssen nun nach Ziegelbrücke. «Ich habe bis heute keine Absage bekommen», sagt Metzger. Er geht daher davon aus, dass sehr viele Angestellte nach Ziegelbrücke mitziehen. (rsn)