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Caritas Aargau möchte den Zugang vereinfachen und startet Online-Hilfe

Viele schämen sich zur Caritas zu gehen, das soll sich nun ändern. (Symbolbild)

Viele schämen sich zur Caritas zu gehen, das soll sich nun ändern. (Symbolbild)

Aus Scham holen sich Menschen oft keine Hilfe. Eine Website soll das Problem lösen.

Manchmal kommt es nicht einfach wieder gut. Der Stapel mit den offenen Rechnungen wächst und der Vermieter droht auch bereits, den Mietvertrag zu kündigen, wenn das Geld nicht endlich kommt. Die Situation ist verfahren, die Bürokratie überfordert.

Betroffene wissen oft nicht, an wen sie sich wenden können oder schämen sich, bei ihrer Wohngemeinde um Hilfe zu fragen. Vor diesem Hintergrund haben Caritas Aargau und ihre kirchlichen regionalen Sozialdienste ein Online-Angebot lanciert. Auf der Website www.online-hilfe.caritas-aargau.ch finden sich verständlich formulierte Informationen zu Themen wie Geld und Schulden, Arbeit oder Wohnen, heisst es in einer Mitteilung.

Informationen in sieben Sprachen

Die Website ist mehrsprachig. Die Informationen gibt es neben Deutsch auch auf Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Kroatisch und Portugiesisch. «Ich habe Schulden und suche eine Wohnung», heisst es da zum Beispiel. Oder: «Wie bekomme ich eine Verbilligung für meine Krankenkassenprämie?»

Nicht immer gibt es eine abschliessende Antwort auf solche Fragen und jeder Fall ist einzigartig und vielschichtig. «Aber es gibt Anliegen, die immer wieder an uns herangetragen werden», sagt Emil Inauen, Bereichsleiter der kirchlichen Sozialdienste. Daraus sei die Idee entstanden, hilfesuchenden Personen einen strukturierten Frage-Antworten-Katalog zur Verfügung zu stellen.

Die Fragen haben die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter der Caritas Aargau gesammelt, geordnet und schliesslich zu neun Themenbereichen gebündelt. Der Katalog soll nach und nach erweitert werden. Bei den Antworten finden sich auch wichtige Adressen, Formulare und Links zu weiterführenden Informationen. So wird bei den Fragen zur Prämienverbilligung nicht nur erklärt, wie diese funktioniert und beantragt werden kann. Interessierte finden auch den Link zum Online-Rechner der SVA Aargau und einem Erklärvideo.

Persönliche Beratungen sind weiterhin möglich

Für einfache Fragen werde so vielleicht sogar der Gang zu einer Beratungsstelle überflüssig, heisst es in der Mitteilung. Bleiben trotzdem Fragen offen oder wünscht jemand ein persönliches Gespräch, findet er auf der Website über die Postleitzahl-Suche die zuständige Sozialarbeiterin und deren E-Mail- Adresse und Telefonnummer. Die bisherigen persönlichen Beratungen bieten die Anlaufstellen der kirchlichen regionalen Sozialdienste weiterhin an. Das sei wichtig, schreibt Caritas. Denn noch seien viele Menschen nicht genügend mit dem Internet vertraut oder würden ein Gespräch bevorzugen.

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