Aargau
Busunfall: Feuerwehr und Sanität trainierten Zusammenarbeit im Grosseinsatz

Eindrückliches Szenario in Aarau: In einer gross angelegten Übung trainierten Feuerwehr, Sanität und Care Team in Aarau die Zusammenarbeit. Angenommen wurde ein Busunfall mit zahlreichen Verletzten

Hanny Dorer
Drucken
Teilen
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
14 Bilder
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Busunfall in Aarau: Feuerwehr und Sanität trainierten Zusammenarbeit im Grosseinsatz
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.
Aarau, 20.06.2014: Der Einsatzleitr spricht sich mit dem Rettungsdienst ab.
Hervorragende schauspielerische Leistung des Figuranten.
"Verletzte" warten vor der Sanitätshilfsstelle.
Im provisorisch als Sanitätshilfsstelle eingerichteten Schuppen werden die "Verletzten" verarztet oder für den Transport ins Spital vorbereitet.

Aarau, 20.06.2014: Szene von der Einsatzuebung Busunfall mit Feuerwehr, Sanitaet, Care Team, KKE mit ca. 50 Figuranten.

Andre Albrecht

Alles sah aus wie echt, als am Freitagabend Feuerwehr und Ambulanzen vor der Garage Häusermann an der Rohrerstrasse in Aarau eintrafen. Ein am Heck total beschädigter Personenwagen, dahinter ein Bus, gefüllt mit hektisch gestikulierenden und an die Fenster hämmernden Passagieren, vor der Zapfsäule eine lauthals schreiende Frau, ein herumirrender Mann, der seinen Hund sucht und kurz vor der Tankstelle ein umgekippter Kinderwagen, daneben ein um Hilfe rufender Mann.

Folgendes Szenario lag der Einsatzübung mit Schwergewicht Rettungen und einem Massenanfall an Patienten zugrunde: Ein Buschauffeur erleidet einen Herzinfarkt, schrammt an Gebäuden und Mauern entlang in die Tankstelle und rammt einen Personenwagen. Die Türen des Busses und des Autos lassen sich nicht ehr öffnen, im Bus befinden sich mehrere verletzte Personen, zwei Mitfahrer sind im Auto eingeklemmt.

Zusammenspiel der Rettungskräfte

Während die Angehörigen der Stützpunktfeuerwehr Aarau den Schadenplatz absperrten und sicherten, den Verkehr regelten und die im havarierten Auto eingeklemmten Personen befreiten, führten Rettungssanitäter im Bus eine erste Triage durch, um zu entscheiden, welche Passagiere am meisten gefährdet sind und daher zuerst behandelt werden müssen.

Parallel dazu wurde in einem leerstehenden Schuppen eine Sanitätsstelle eingerichtet, wo die Patienten ärztlich betreut und wenn nötig für den Transport per Ambulanz in ein Spital vorbereitet wurden. Zur Unterstützung der Sanität wurde die Mobile Sanitätshilfsstelle des Kantons aufgeboten. Zu betreuen waren nicht nur verletzte, sondern auch verwirrte oder unter Schock stehende Personen. Diese wurden von Mitgliedern des Care Teams in Obhut genommen. Mit viel Einfühlungsvermögen beruhigten sie die aufgeregten Leute.

Alle Fäden der Übung liefen beim Einsatzleiter Rolf Portmann zusammen. Besonders wichtig sind bei derartigen Grossereignissen die Absprachen unter den beteiligten Rettungsorganisationen; der Kommunikation und den Abläufen in der Zusammenarbeit wurde deshalb besondere Aufmerksamkeit geschenkt.

Während der Übung wurde der Verkehr auf der Rohrerstrasse einspurig geführt, was zu längeren Rückstaus geführt hatte. Im Ernstfall wäre die Strasse allerdings ganz gesperrt worden.

Apropos Ernstfall: Die Figuranten spielen ihre Rollen so gut, dass man ihnen die Schmerzen durchaus glaubt. Deshalb wurde ein Codewort vereinbart, damit die Figuranten in einem echten Ernstfall aus der Übung genommen und betreut werden.

Die Übungsleitung

So breit gefächert wie die Organisation war auch die Übungsleitung. So waren von der Feuerwehr Aarau die Kommandantin Margrit Stüssi, ihr Stellvertreter Thomas Kuhn sowie ihr designierter Nachfolger Michael Gautschi dabei, der Bereich Sanität wurde von Barbara Steuri (Chefin Ausbildung KVAS), Ursula Schwager (Koordinatorin Care Team Aargau), Sascha Salm (Koordinator Fachpersonal), Heini Erne (Fachstelle Rettungs- und Katawesen) sowie David Bürge, Kommandant des Kantonalen Katastrophen-Einsatzelementers (KKE), abgedeckt. Sie alle sind sich darüber einig, wie wertvoll solch gemeinsame Übungen sind, um Einblick in die Tätigkeit der Partnerorganisationen zu erhalten und so Probleme bei den Schnittstellen zu vermeiden.