Haustiere
Büsi verstorben, was nun? Diese Möglichkeiten haben Tierhalter

Wer sein Haustier für immer verliert, der muss sich um den Leichnam seines Lieblings kümmern. Öffentliche Entsorgung, Eigener Garten, Kremation und Tierfriedhof – das sind die vier Möglichkeiten.

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Tierfriedhof: Die grosse Mehrheit der verstorbenen Tiere wird in Läufelfingen BL am Unteren Hauenstein oder im luzernischen Emmenbrücke erdbestattet,
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Kremation: Diese Möglichkeit bietet sich im Aargau in Seon und Schafisheim.
Öffentliche Entsorgung: Bei einem Gewicht bis 200 kg können die toten Tiere in den Tierkadaverstellen der Gemeinden deponiert werden.
Eigener Garten: Einzelne kleine Tiere bis zu einem Gewicht von 10 kg dürfen auf eigenem Grund beerdigt werden.
Das Tierkrematorium Seon
Das Tierkrematorium Seon führt auch Trauergespräche
Pfoten-Gipsabdruck als Geschenk für den Tierhalter
Nach der Kremation werden die Knochenreste fein gemahlen
Verschiedene Urnen stehen zur Auswahl
Verschiedene Urnen stehen zur Auswahl
Die Asche des verstorbenen Tieres ist für den Versand bereit.
Die Asche des verstorbenen Tieres ist für den Versand bereit.
Gemeinschaftsgrab auf der Rückseite des Tierkrematoriums
Haustier verstorben - diese Möglichkeiten haben Tierhalter

Tierfriedhof: Die grosse Mehrheit der verstorbenen Tiere wird in Läufelfingen BL am Unteren Hauenstein oder im luzernischen Emmenbrücke erdbestattet,

pi

Variante 1: Öffentliche Entsorgung
Tote Tiere bis 200 kg Körpergewicht können in den Tierkadaverstellen der Gemeinden deponiert werden. Diese werden mit anderen tierischen Abfällen industriell entsorgt. Die Tierkörper werden in die Entsorgungswerke Lyss BE oder Bazenheid SG überführt, dort zerkleinert und gekocht. In einem mehrstufigen Verfahren werden Wasser, Fett und Proteine voneinander getrennt. Tierfett und Tiermehl wird dann in der Zementherstellung als Brennstoff verwendet.

Variante 2: Eigener Garten
Eigener GartenEinzelne kleine Tiere bis zu einem Gewicht von 10 kg dürfen auf eigenem Grund beerdigt werden. Dabei gilt es zu beachten, dass der vergrabene Tierkörper mindestens 2 Meter über dem Grundwasserspiegel liegt. Zudem muss dieser mit einer mindestens 1,2 Meter dicken Erdschicht überdeckt werden. In der Nähe von Quellen und Reservoirs mit Trinkwasser - also Grundwasserschutzzonen und Grundwasserschutzarealen - dürfen keine Tiere vergraben werden.

Variante 3: Kremation
In der Schweiz gibt es acht Tierkrematorien. Mit Seon und Schafisheim liegen zwei davon dicht beieinander im Kanton Aargau. Das tote Tier wird vom Team des Krematoriums zu Hause oder beim Tierarzt abgeholt, kann aber auch persönlich vorbeigebracht werden. Zur Wahl stehen Einzel- oder Sammelkremationen. Die Asche wird in eine Urne nach Wahl verpackt, die daheim aufgestellt oder in der Natur verstreut wird. Für viele ist das auch Trauerarbeit.

Variante 4: Tierfriedhof
In der Schweiz gibt es einzelne Tierfriedhöfe, etwa in Läufelfingen BL am Unteren Hauenstein oder im luzernischen Emmenbrücke. Die grosse Mehrheit der verstorbenen Tiere wird hier erdbestattet, auf Wunsch im Sarg. Der Tierbesitzer hat dabei die Wahl zwischen einem einzelnen Reihengrab oder einem anonymen Gemeinschaftsgrab. Das Tier kann vorgängig aufgebahrt werden. Auf Wunsch wird dieses nach dem Tod zu Hause abgeholt. (pi)

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