Büsi-Affäre
Büsi-Affäre: Eingestelltes Verfahren kostet den Steuerzahler 5000 Franken

Die Staatsanwaltschaft stellt das Verfahren gegen zwei Polizisten wegen Verdacht auf Tierquälerei ein. Die Polizisten hätten ihre Pflicht erfüllt, hiess es. Das Verfahren um das angefahrene Büsi kostete den Aargauer Steuerzahler knapp 5000 Franken.

Drucken
Teilen
Mit der Einstellung des Strafverfahrens gegen zwei Polizisten ist die sogenannte Büsi-Affäre beendet.

Mit der Einstellung des Strafverfahrens gegen zwei Polizisten ist die sogenannte Büsi-Affäre beendet.

Die Büsi-Affäre ist somit für die Staatsanwaltschaft abgeschlossen. Das Verfahren kostete den Aargauer Steuerzahler knapp 5000 Franken, sagt die Staatsanwaltschaft auf Anfrage. Davon sind der grösste Teil Auslagen der beiden Polizisten-Verteidiger, die der Kanton übernehmen muss, weil das Verfahren eingestellt wurde.

«Büsi-Affäre» hielt den Kanton auf Trab

Ende Juni klagte Staatsanwältin Christina Zumsteg zwei Polizisten an - der Vorwurf: Die beiden sollen einer angefahrenen Katze die erste Hilfe verweigert haben. Nun hat die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten das Strafverfahren gegen die zwei Kantonspolizisten eingestellt.

Der Verdacht auf Tierquälerei hat sich laut Mediensprecherin Elisabeth Strebel nicht bestätigt: «Die getätigten Untersuchungen haben zu dem Ergebnis geführt, dass die beiden Kantonspolizisten ihren Pflichten vollumfänglich nachgekommen sind», teilt sie mit.

Die Untersuchung hatte nicht Zumsteg geführt - die als aktive Tierschützerin bekannte Lenzburger Staatsanwältin gab den Fall im Herbst ab. Das Obergericht hiess ein entsprechendes Ausstandsbegehren gut und übergab das Verfahren an die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten.

Grosses Echo in den Medien

Die Eröffnung des Strafverfahrens in der sogenannten Büsi-Affäre löste zahlreiche Medienberichte aus. Dabei sei das Verhalten der zuständigen Staatsanwältin in breiter Öffentlichkeit thematisiert worden, teilt Mediensprecherin Strebel mit.

Sie ergänzt, das Strafverfahren sei eröffnet worden, «weil von Amtes wegen zu prüfen war, ob das Zurücklassen beziehungsweise das Versorgen einer verletzen Katze durch die Polizei pflichtgemäss durchgeführt worden war». (fh)