Beförderte die Busbetrieb Aarau AG 2014 noch rund 8,3 Millionen Passagiere waren es letztes Jahr nur noch 7,8 Millionen. Der Rückgang von rund einer halben Million Fahrgäste bereitete den Aktionärinnen und Aktionären an der Generalversammlung vom Donnerstag denn auch die grössten Sorgen.

Verwaltungsratspräsident Peter Forster, der die Geschäftszahlen präsentierte, will die Gründe für den Passagier-Schwund kennen. Gegenüber den rund 80 Gästen der Generalversammlung erklärte er: „Der stets steigende motorisierte Individualverkehr mit zunehmendem Stau und fehlende Busspuren beeinflussen die Pünktlichkeit unsere Busse negativ. Dadurch wichen viele Fahrgäste – begünstigt auch durch den schönen Sommer – vermehrt auf andere Verkehrsmittel aus, wie zum Bespiel Velo, Motorräder und zunehmend auch auf E-Bikes.“  

Auch im Vorwort des Geschäftsberichts 2015 präzisiert Forster, dass die Anzahl motorisierter Fahrzeuge im Kanton Aargau innert Jahresfrist um 1,5% zugenommen habe. Den höchsten Zuwachs verzeichneten dabei die Motorfahrräder mit einem Plus von 8%. Das hiesse jedoch nicht, dass das «Töffli» wieder im Vormarsch ist. Denn die Zunahme um 1243 auf 16’869 sei auf den Trend zu E-Bikes zurückzuführen, welche als Motorfahrräder eingelöst werden müssen.

Das Fahrrad erlebe einen Boom, schreibt der Verwaltungsratspräsident weiter. Es sei als neues Statussymbol entdeckt worden und dank E-Bikes würden auch ältere Semester wieder in den Sattel steigen. 

Die Busbetrieb Aarau AG will die um 6,8 Prozent gesunkene Nachfrage genau analysieren, um mögliche Korrekturmassnahmen einleiten zu können. (luk)