SP-Präsidium
Burgener über Wermuth: «Ich bin definitiv nicht seine Aufpasserin»

Grossrätin Elisabeth Burgener und Nationalrat Cédric Wermuth kandidieren gemeinsam fürs Präsidium der SP Aargau. Wermuth dachte anfangs nicht an diese Möglichkeit. Und SP-Fraktionschef Dieter Egli findet das Co-Präsidium originell.

Aline Wüst
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Elisabeth Burgener und Cédric Wermuth wollen gemeinsam das SP-Präsidium erobern.

Elisabeth Burgener und Cédric Wermuth wollen gemeinsam das SP-Präsidium erobern.

ZVG

«Ja, ich will», twitterte Nationalrat Cédric Wermuth Mitte März. Jetzt ist klar: Er will nicht allein.

Für das Präsidium der SP Kanton Aargau kandidiert Wermuth gemeinsam mit Grossrätin Elisabeth Burgener. Gewählt wird am Parteitag am 21. Juni. Andere Kandidaten gibt es bisher keine. Die Anmeldefrist läuft noch bis Ende Mai.

Burgener und Wermuth sind beide ziemlich glücklich. Obwohl Wermuth gesteht, dass er die Idee eines Co-Präsidiums nicht von Anfang an hatte. Das sei erst mit der Zeit gekommen. Nun sei er aber umso mehr davon überzeugt: «Politisch hat das Co-Präsidium nur Vorteile und wir ergänzen und verstehen uns extrem gut.» Dass Burgener seine Aufpasserin sein könnte, weist Wermuth zurück: «Wir begegnen uns auf Augenhöhe.»

Sowohl Burgener als auch er seien starke Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Stärken. Burgener sagt: «Ich bin definitiv nicht die Aufpasserin – wir passen beide aufeinander auf.» Sie ist überzeugt, dass Wermuth und sie ein gutes Team sind, einander gleichgestellt aber mit verschiedenem Erfahrungshintergrund.

Genau das wollen die beiden nutzen: die nationale Erfahrung des 28-jährigen Cédric Wermuth, der seit 2011 im Nationalrat ist und die kantonale Erfahrung der 52-jährigen Elisabeth Burgener, die seit 2007 im Grossen Rat sitzt und beruflich als Werklehrerin und Mentorin soziale Arbeit tätig ist.

Wer bei einer erfolgreichen Wahl, welche Aufgaben übernimmt, dazu wollen die beiden noch nichts sagen. Zuerst möchten sie ihre Ideen nun den Sektionen vorstellen und dabei auch allfällige Inputs entgegennehmen, betonen beide.

Noch immer offen ist, ob auch Grossrat und Co-Fraktionschef Dieter Egli für das Präsidium kandidieren wird. Als Mitte März Wermuths Kandidatur bekannt wurde, nannte er dies «interessant». Das CO-Präsidium kommentiert Egli nun mit «originell». Er könnte mir dieser Wahl sehr gut leben. Er finde eine Auswahl zwar immer gut, das müsse aber nicht erzwungen werden. «Ich will gute Leute, das ist mir wichtig», sagt Egli.