Lenzburg

Bundesrätin Simonetta Sommaruga schaut das Gefängnis-Theater

Prominenz im Publikum: Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Mitte) schaut sich zusammen mit der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (rechts) und Regierungsrat Urs Hofmann (links) das Gefängnis-Theater "In der Mühle" an.

Prominenz im Publikum: Bundesrätin Simonetta Sommaruga (Mitte) schaut sich zusammen mit der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr (rechts) und Regierungsrat Urs Hofmann (links) das Gefängnis-Theater "In der Mühle" an.

Grosse Premiere am Montagabend: Zum ersten Mal führten die Häftlinge ihr Stück «In der Mühle» vor Publikum auf. Auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga war unter den Zuschauern und ist begeistert von der Energie und den Emotionen.

Seit Mitte Jahr haben die Gefängnisinsassen geprobt. Am Montagabend hat das Theater "In der Mühle" Premiere gefeiert. Die Turnhalle der Justizvollzugsanstalt Lenzburg war bis auf den letzten Stuhl besetzt. Unter den Zuschauerinnen und Zuschauern war auch Bundesrätin Simonetta Sommaruga. Sie wurde eingeladen und hat die Reise in den Aargau genutzt, um sich vor dem Theater ein Bild vom Lenzburger Gefängnis, seinen Insassen und den Mitarbeitenden zu machen.

Bundesrätin Sommaruga in der JVA Lenzburg

Am Abend dann sass sie neben Regierungsrat Urs Hofmann und der Zürcher Regierungsrätin Jacqueline Fehr im Publikum. "Es war ein sehr eindrückliches Theater", sagt die Bundesrätin. Es sei sehr viel Energie in diesem Stück. "Sie haben hier wirklich aus dem Leben gespielt, in seiner ganzen Dramatik und dabei hat man völlig vergessen, wo man ist – nämlich in einem Gefängnis."

Zum vierten Mal inszeniert Regisseurin Annina Sonnenwald mit den Strafgefangenen der JVA Lenzburg ein Theater. "In der Mühle" basiert auf der sorbischen Sage und dem Roman "Krabat" von Otfried Preussler

Zum vierten Mal inszeniert Regisseurin Annina Sonnenwald mit den Strafgefangenen der JVA Lenzburg ein Theater. "In der Mühle" basiert auf der sorbischen Sage und dem Roman "Krabat" von Otfried Preussler

Wie viele Zuschauerinnen und Zuschauer nutzte auch Sommaruga die Gelegenheit, nach dem Theater mit den Schauspielern zu sprechen. "Sie haben mir erzählt, dass dieses Theaterspiel für sie ein Stück Freiheit sei. Das hat man gespürt."

Kultur sei in jedem Gefängnis sehr wichtig. Egal, ob Theater gespielt, gemalt oder musiziert werde. "Kultur gibt jedem Menschen Würde und Individualität", sagt Sommaruga. Gleichzeitig sei dieses Theaterspiel ein Gemeinschaftserlebnis. "Das gemeinsame Kreativ-Sein ist etwas vom Wichtigsten, das man auch in einem Gefängnis pflegen sollte."

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