Kölliken

Bundesamt stockt Beitrag für Sondermülldeponie um 93,3 Millionen Franken auf

Das grosse Aufräumen in der Sondermülldeponie Kölliken.  archiv/smdk

Das grosse Aufräumen in der Sondermülldeponie Kölliken. archiv/smdk

Das Bundesamt für Umwelt erhöht den Beitrag aus dem Altlastenfonds für die Sondermülldeponie Kölliken auf 214,8 Millionen Franken. Nach aktuellen Prognosen belaufen sich die gesamten Sanierungskosten auf 990 Millionen Franken.

Regierungsrat Stephan Attiger, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), zeigt sich sehr zufrieden mit dem Entscheid des Bundesamtes für Umwelt (BAFU): «Auch die Bundesbehörde anerkennt damit, dass zusätzliche Aufwendungen für die Sanierung notwendig sind.»

Inzwischen ist über die Hälfte des Deponiekörpers zurückgebaut und fachgerecht entsorgt worden. Doch die Erfahrung aus der ersten Rückbauetappe hat zu entscheidenden Massnahmen geführt. Vor zwei Jahren mussten die Rückbau- und Entsorgungsverfahren verbessert und die Sicherheitsmassnahmen verstärkt werden.

Weiter entdeckte man zusätzliche Altlasten. All dies führte dazu, dass die Kosten massiv anstiegen. Bereits 2011 hatte der Grosse Rat deshalb den laufenden Kredit für den Anteil des Kanton Aargau an die Gesamtsanierung um 57 Millionen Franken aufgestockt.

93,3 Millionen Franken mehr gegen den Sondermüll

Nun zieht das BAFU nach. Der Beitrag aus dem Altlastenfonds (VASA-Fonds) wird um 93,3 auf 214,8 Millionen Franken aufgestockt, teilt das BVU mit. Ende August 2006 hatte das BAFU bereits einen Beitrag von 121,4 Millionen Franken aus dem VASA-Fonds gut geheissen.

Fast eine Milliarde für den Rückbau

Seit der Schliessung der Deponie 1985 bis zum Sanierungsabschluss in einigen Jahren werden nach aktuellen Prognosen rund 990 Millionen Franken Sanierungskosten anfallen.

Die Kantone Aargau und Zürich beteiligen sich mit je 41,6 Prozent an den Kosten, die Stadt Zürich und die Basler Chemie mit je 8,3 Prozent. (gal)

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