Seit acht Tagen sucht Andrea-Carlo Polesello mit drei Mitinitianten Unterstützer auf petitio.ch, um den geplanten Abriss zu verhindern. Bereits 148 Personen unterstützen die Aktion auf der Onlineplattform. 100 Unterstützer sind nötig, damit das Vorhaben mit einer Liste der Petitionäre der Gemeinde zugestellt wird.

Die Initianten der Petition (neben Andrea-Carlo Polesello sind dies Strafrechtsprofessor und Heimatschutz-Präsident Martin Killias, Ruedi Lüthi, der sich stark im Umweltschutzbereich engagiert, und eine anonyme vierte Person) möchten den Erhalt der Hochstudscheune sichern. Sollte das Gebäude, dessen Kernbau auf 1819 datiert, nicht am aktuellen Standort stehen bleiben können, so soll ein Wiederaufbau sein Überleben sichern.

Gemäss Cecilie Gut von der Kantonsarchäologie handelt es sich um die letzte Hochstudscheune im Aargau. Die Initianten schlagen eine Verlegung neben das Dorfmuseum vor. Ein Teil der Scheune könne für die Öffentlichkeit als Raum für Anlässe zugänglich gemacht werden. Dazu hoffen sie auf Unterstützung des Gemeinderats Kölliken.

Es ist letzte Eisenbahn. Für die Scheune liegt bereits seit Januar eine Abbruchbewilligung vor. In ein paar Wochen soll dieser vollzogen werden, damit auf dem Grundstück Mehrfamilienhäuser gebaut werden können. Doch die Zeit ist nur das eine Problem. Ein Ab- und Wiederaufbau würde inklusive Umzug auf eineinhalb Millionen Franken kommen. Ein Geldgeber ist bisher nicht in Sicht. (fdu)