Der Regierungsrat nehme die Arbeiten für die Änderung des Schulgesetzes nun unmittelbar an die Hand, hiess es beim kantonalen Departement Bildung, Kultur und Sport (BKS) am Montag.

Der Gesetzesprozess nehme erfahrungsgemäss mindestens eineinhalb Jahre in Anspruch. Auch der Grosse Rat wird ein Wort mitreden.

Der Regierungsrat wird gemäss BKS in Kürze darüber entscheiden, wie bis zur definitiven Regelung verfahren werden soll. Seit dem Schuljahr 2008/09 gilt die Regelung, dass im Kindergarten während mindestens der halben Unterrichtszeit Hochdeutsch gesprochen wird.

Gemäss der neuen Bestimmung im Lehrplan, die am 1. August in Kraft tritt, sollen die Lehrpersonen im Kindergarten während mindestens einem Drittel der Unterrichtszeit die Standardsprache sprechen.

Sprachprobleme für ausländische Kinder erwartet

Bildungsdirektor Alex Hürzeler (SVP) sieht wegen der Mundartsprache für einen Teil der Kinder einen Rückschritt. Viele ausländische Kinder, hätten im Kindergarten Hochdeutsch gelernt, sagte Hürzeler im Regionaljournal Aargau/Solothurn von Radio SRF.

In Zukunft würden die Kinder erst in der Primarschule mit dem Hochdeutschen konfrontiert. Damit die fremdsprachigen Kinder rasch das erwartete Niveau erreichen würden, brauche es möglicherweise zusätzliche Deutschkurse. Der Kanton gibt 36 Millionen Franken pro Jahr für solche Kurse aus aus.

Die vom Volk mit einer Ja-Mehrheit von 55,5 Prozent der Stimmen am Wochenende gutgeheissene Initiative der Schweizer Demokraten verlangt: «Das kantonale Schulgesetz ist so zu ändern, dass die Unterrichtssprache im Kindergarten grundsätzlich die Mundart ist.»