Sexboxen
Brasilianische Prostituierte: «Meine häufigsten Kunden waren Aargauer»

Am Montagabend mussten die Prostituierten und Freier in Zürich erstmals die neu eröffneten Sexboxen zum Verkehr benutzen. Eine Brasilianerin hatte sieben Freier und verdiente dabei 1000 Franken: Die meisten davon kamen aus dem Aargau.

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Eröffnung der Zürcher Sexboxen
5 Bilder
Der Ticketautomat bei den Sexboxen
Nur ein paar Journalisten sind da
Blick in die leeren Sexboxen.

Eröffnung der Zürcher Sexboxen

Keystone

Seit Montag dürfen die Prostituierten nicht mehr am Zürcher Sihlquai anschaffen. Sie müssen dafür die Sexboxen in Zürich Altstetten benützen. Nach anfänglichem Zögern gab es am ersten Abend doch noch einigen Verkehr, wie eine Reportage von Tele Züri zeigt.

Als erste war eine Brasilianerin auf dem Platz. Sie berichtete nach fünf Stunden Sexarbeit von sieben Freiern und einem Verdienst von 1000 Franken. «Meine häufigsten Kunden waren Aargauer», sagte sie.

Die Polizei machte derweil Kontrollen beim Sihlquai. Prostituierte sollen dort nicht mehr auf den Strich gehen. Die Polizei wird nach einer Toleranzfrist die anschaffenden Frauen büssen.

Anwohner hat jetzt Ruhe

Nach mehreren Jahren Dreck, Lärm und Abgase kann nun der Anwohner Max Egger endlich wieder – ohne von den Frauen gestört zu werden – am Sihlquai mit seinem Hund Gassi gehen. «Das waren traurige Zeiten», sagte Egger zu den Jahren, wo der Strassenstrich am Sihlquai beheimatet war. Er sei dort nie mehr rausgegangen. (fam)

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