Strafuntersuchung

Brandserie in Merenschwand: Inhaftierter 37-Jähriger legt Teilgeständnis ab

Der am Wochenende im Zusammenhang mit der Brandserie in Merenschwand festgenommene 37-jährige Mann ist teilweise geständig. Das Zwangsmassnahmengericht ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft für den Beschuldigten Untersuchungshaft an.

Nachdem in Merenschwand in der vergangenen Woche vier Brände an ehemaligen Bauernhäusern gelegt worden sind, können die Einwohner des Oberfreiämter Dorfes nun aufatmen. Die Polizei hat den Schuldigen gefasst. Und dieser hat zugegeben, drei der vier Brände gelegt zu haben.

In der Medienmitteilung der Oberstaatsanwaltschaft heisst es: «Der 37-jährige Schweizer, gegen den die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten eine Strafuntersuchung wegen mehrfacher Brandstiftung führt, ist teilweise geständig: Er hat gestanden, in Merenschwand die Brände vom Montag, 2. Dezember, und Freitag, 6./7. Dezember, gelegt zu haben.»

Nur dank Feuerwehr gingen drei Brände glimpflich aus

Das bedeutet: Am Montag vor einer Woche hat er erst eine hölzerne Bank an der Holzwand eines Hauses in Brand gesteckt und etwa eine Stunde später in einem ehemaligen Stall Feuer gelegt. Am Freitag, dem Samichlausabend, hat er dann bei einem weiteren Haus an zwei Orten Feuer gelegt.

lle drei Feuer konnte die Feuerwehr Merenschwand schnell löschen. Gegenüber der «Tagesschau» betonte Feuerwehrkommandant Patrick Fischer am Samstag: «Hätten wir bei den Bränden vom Montag und Freitag länger gebraucht oder wären sie später von der Bevölkerung bemerkt worden, hätte es sicher gleich ausgesehen wie hinter uns.»

Dabei zeigt er auf die Brandruine des ältesten Hauses, das am Sonntag, 1. Dezember, als erstes Feuer der Serie, bis auf die Grundmauern niederbrannte. Nach dem letzten Brand vom 6. Dezember hatte die Polizei zehn Verdächtige festgenommen, liess neun aber wieder gehen. Der 37-Jährige wurde in Untersuchungshaft genommen.

Vermutlich hat er auch den ersten Brand gelegt

Jenen ersten Brand, bei dem das älteste Haus des Dorfes niederbrannte, hat der Verdächtige nicht gestanden. Allerdings schreibt die Oberstaatsanwaltschaft weiter: «Gestützt auf die bisherigen Ermittlungen der von der Kantonspolizei eingesetzten Sonderkommission besteht der dringende Verdacht, dass der Beschuldigte auch für den Brand vom 1. Dezember verantwortlich ist. Diesen Tatvorwurf bestreitet der Beschuldigte.»

Aus ermittlungstaktischen Gründen könne die Staatsanwaltschaft die bisherigen Untersuchungen nicht weiter erläutern. «Hintergrund und Motiv der Brandstiftungen sind nach wie vor Gegenstand der laufenden Ermittlung.» Der Verdächtige bleibt für drei Monate in Untersuchungshaft.

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