Aargau

Blumenbeete werden im Aargau vorerst nicht durch Gemüsegärten ersetzt

Urban Farming in Schlieren

Urban Farming in Schlieren

Kein Aprilscherz: Die Stadt Zürich bepflanzt Verkehrsinseln und Rabatten mit Gemüse statt mit Blumen. Man verspricht sich dadurch Einsparungen und einen Mehrwert für die Anwohner. Noch gibt es keine Anzeichen, dass der Aargau den Zürchern folgt.

«Urban Farming» heisst der Trend und kommt ursprünglich aus New York. Die Idee dahinter: Die Stadtbevölkerung soll selber unbenutzte Grünflächen mit Gemüse bepflanzen. In Basel wird der Trend schon praktiziert, nun sollen ab 2014 auch in Zürich Grünflächen mit Gemüse statt mit Blumen bepflanzt werden.

Die Stadt erhofft sich dadurch Einsparungen von rund 10'000 Franken und einen Mehrwert für die Anwohner. Es gibt aber auch kritische Stimmen. So hat sich die grüne Stadträtin Ruth Genner von Anfang an gegen das Vorhaben – dieses geht auf ein Postulat zurück – gewehrt.

Zu gross sei die Schadstoffbelastung. Und auch Sicherheitsbedenken werden geäussert, wenn mitten im Verkehr geerntet werden müsse.

Eine Umfrage der az zeigt, dass der Kanton Aargau dem Beispiel Zürich nicht so rasch folgen wird. «Auf Kantonsebene haben wir das noch nicht diskutiert», sagt Dominik Studer, Leiter Unterhalt in der Abteilung Tiefbau des Baudepartementes.

Studer weist aber darauf hin, dass innerorts ohnehin die betreffende Gemeinde für die Bepflanzung verantwortlich zeichne – auch entlang von Kantonsstrassen. «Ausserorts hätte ich aber schon meine Zweifel, was das Anpflanzen von Gemüse betrifft», sagt Studer.

Dies aus gesundheitlichen Gründen - Stichwort Abgase - wie auch aus Sicherheitsüberlegungen, wenn etwa das Gemüse an einer viel befahrenen Strasse geerntet werden muss.

Baden und Aarau geben sich zurückhaltend

Planen die grössten Städte Baden und Aarau etwas? «Wir haben uns das in Baden auch schon überlegt», sagt Matthias Messerli, Stv. Leiter des Werkhofs Baden. Bisher habe man aber darauf verzichtet, da das Anpflanzen von Gemüse statt Blumen nur bei grösseren Flächen Sinn mache.

Die Mindestfläche müsse mindestens zehn auf zehn Meter betragen. «Auf grösseren Flächen kann Gemüse extrem gut aussehen», ist Messerli überzeugt.

Nicht viel entlocken lässt sich Carmen Hitz von der Umweltfachstelle der Stadt Aarau: «Ob dies für die Stadt Aarau eine denkbare Alternative wäre, wurde bisher noch nicht diskutiert.»

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