Brugg/Windisch
Bis zu drei Millionen Franken Schaden bei Brand im Campus-Neubau

Der Brand im Campus-Neubau der Fachhochschule in Brugg/Windisch war weniger verheerend als befürchtet. Der Schaden liegt nach ersten Schätzungen bei einer bis drei Millionen. Keine Auswirkungen hat der Brandfall auf den laufenden Studienbetrieb.

Urs Moser
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Medienkonferenz anlässlich des Brandes im neuen Campus-Gebäude der Fachhochschule Nordwestschweiz in Brugg/Windisch

Mathias Marx

Bildungsdirektor Alex Hürzeler ist zuversichtlich, dass der Betrieb wie geplant im September aufgenommen werden kann.

Es gibt noch wenige gesicherte Erkenntnisse, insbesondere wagt sich die Polizei nicht auf Spekulationen zur Brandursache hinaus. Im betroffenen Gebäudeteil fanden gerade Parkettverlegungsarbeiten statt.

Gebrannt hat es im dritten und vierten Stock einer Passerelle, betroffen ist in beiden Stockwerken eine Fläche von rund 200 Quadratmetern. Bis jetzt hat die Staatsanwaltschaft keine Strafuntersuchung eröffnet, was zumindest darauf hindeutet, dass es keinen konkreten Anhaltspunkt für eine mögliche Brandstiftung gibt.

Entdeckt wurde das Feuer durch einen Buspassagier kurz nach 22 Uhr am Mittwochabend. Es standen insgesamt rund 130 Feuerwehrleute der Feuerwehr Windisch-Habsburg-Hausen, der Feuerwehr Brugg und der Stützpunktfeuerwehr Baden im Einsatz.

Ein Feuerwehrmann musste mit Erschöpfungserscheinungen ins Spital eingeliefert werden. Er befindet sich inzwischen aber bereits wieder zu Hause und es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, wie Feuerwehrkommandant Lukas Bucher sagte.

Nur geringe Auswirkungen auf den Zeitplan

Bildungsdirektor Alex Hürzeler zeigte sich zuversichtlich, dass der Brand keine oder zumindest nur geringe Auswirkungen auf den Zeitplan zum Bezug des Fachhochschul-Neubaus haben wird. «Dank der schnellen Alarmierung und dem professionellen Einsatz konnte Schlimmeres verhindert werden», so Hürzeler.

Definitiv keine Auswirkungen hat der Brandfall auf den laufenden Studienbetrieb, wie Crispino Bergamaschi versichert, Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz.

Über mehr Klarheit sollte man bis Ende nächster Woche verfügen. Bis dann will man jetzt die Fachleute arbeiten lassen, um fundierte Entscheidungsgrundlagen für die weitere Planung des Campus-Bezugs zu verfügen. Eigentümerin des Gebäudes ist im Moment noch die HRS Real Estate AG.

Die Übergabe an den Kanton im Stockwerkeigentum soll Mitte Juli erfolgen HRS-Projektleiter Norbert Nothhelfer schätzt den Schaden nach ersten Erkenntnissen auf eine Grössenordnung zwischen einer und drei Millionen.

Es sei der Feuerwehr gelungen, die Folgeschäden durch die Löscharbeiten gering zu halten, auch die starke Rauchentwicklung habe auch keine besonders grosse Schäden verursacht. Ironie des Schicksals: Die Arbeiten am Gebäude sind so weit fortgeschritten, dass demnächst die Rauchmelde- und Sprinkleranlagen hätten in Betrieb genommen werden sollen.

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