Marianne Binder hat selbst am Positionspapier mitgearbeitet: "Das Kopftuch ist ein Ausdruck von Sexualisierung. Und gerade Kinder sollte man davon befreien. An den Schulen sollten die gleichen Rechte für alle gelten", sagt sie gegenüber Tele M1.

Von einem Kopftuchverbot hält die Aargauer SP-Nationalrätin Yvonne Feri nichts. Wenn Schülerinnen freiwillig ihre Haare bedecken wollen, sollen sie das auch dürfen, so Feri. "Das Tragen eines Kopftuchs in der Schule schränkt die Mädchen nicht ein. Es behindert sie nicht bei der sozialen Integration oder beim Spielen. Ich sehe keine Notwendigkeit, ein Verbot durchzusetzen." 

Die CVP jedoch ist der Meinung, dass das Kopftuch die Frau dem Mann unterordnet. Abdulmalik Allawala vom Verband der Aargauer Muslime widerspricht. Ein Kopftuchverbot könne einen Rückschritt in der Integration bedeuten: "Wir müssen darauf achten, dass die Leute nicht abgegrenzt werden. Sie sollen sich ins tägliche Leben einbringen können." 

Geht es schlussendlich gar nicht ums Kopftuch sondern um den Islam an sich? "Absolut nicht", sagt CVP-Grossrätin Binder. "Es geht um den Kampf gegen Fundamentalismus – und den führen wir mit allen Musliminnen und Muslimen gemeinsam." Das Positionspapier der CVP soll als Grundlage eine nationale Diskussion anregen.