Die Nachrichtenagentur SDA hat am 8. Januar den Abbau von 40 Stellen angekündigt. Dagegen wehrte sich die Belegschaft Ende letzter Woche mit einem Streik.

Schon vorher hatte der Bundesrat die Änderung der Radio- und Fernsehverordnung in die Vernehmlassung geschickt, die eine finanzielle Unterstützung der SDA vorsieht.

Geplant ist ein jährlicher Beitrag aus der Radio- und Fernsehabgabe, also aus Billag-Gebühren. Verknüpft werden soll dies mit einer Leistungsvereinbarung, «welche die lokal-regionalen Bedürfnisse in den Vordergrund stellt», wie es in der Vorlage des Bundes heisst.

Die SDA spiele eine wichtige Rolle für die journalistische Qualität der lokal-regionalen Radio- und Fernsehstationen, hält der Bundesrat fest. Deren Berichterstattung basiere massgeblich auf den Dienstleistungen der Agentur. Zudem plane die SDA, neu auch Videoproduktionen in ihren Basisdienst aufzunehmen.

Service public für die Region

Die SDA erfülle eine wichtige Aufgabe in der Schweizer Medienlandschaft, schreibt die Aargauer Regierung in ihrer Antwort. Der Regierungsrat erklärt sich mit der finanziellen Unterstützung einverstanden.

Es sei dabei aber sehr wichtig, «dass – wie in Aussicht gestellt – die lokal-regionalen Bedürfnisse im Vordergrund stehen». Gerade die Regionalredaktionen der SDA seien für die Kantone von grosser Bedeutung.

In seiner Stellungnahme äussert sich der Regierungsrat auch zu den Abbauplänen bei der Nachrichtenagentur. Man erwarte, dass die Sparmassnahmen «Service-public-Leistungen der SDA im Bereich der Kantonal- und Regionalberichterstattung nicht beeinträchtigen». (mku)