Schächtele wurde im Oktober 2008 als Nachfolger des in Pension gehenden Bruno Biberstein zum Generalsekretär des Bildungsdepartements gewählt, also noch zu Zeiten von Rainer Huber (CVP) und vor der Wahl Alex Hürzelers (SVP) in den Regierungsrat. Hürzeler übernahm das Departement in einer schwierigen Phase nach dem Scheitern des Bildungskleeblatts, für das sich Vorgänger Huber und seine Entourage mit Verve eingesetzt hatten. Dass er eine abgespeckte Volksschulreform mit den «alten» Kaderleuten aufgleiste und durchzog, war nicht unbedingt selbstverständlich und wurde dem neuen Bildungsdirektor auch als Pluspunkt angerechnet.

«Ein herber Verlust»

Andreas Schächtele trat seinen Posten allerdings auch erst im März 2009 an, exakt einen Monat vor seinem Chef. Alex Hürzeler beteuerte auf Nachfrage, dass es keinerlei Differenzen gebe, die zum Abgang seines Generalsekretärs führten. Er bedaure den Rücktritt im Gegenteil sehr, er sei ein herber Verlust für ihn persönlich und «tut uns allen im Departement weh», so Hürzeler.
Schächtele war von 2005 bis zu seinem Wechsel in den Aargau Direktor der Hochschule für Wirtschaft und Verwaltung Bern. Er packt ein Angebot der SBB: Unter seiner Führung soll der Bereich Aus- und Weiterbildung im ganzen Konzern neu ausgerichtet werden.

Die Berner Heimat ruft

Seine jetzige Aufgabe habe ihm aber sehr gut gefallen und es falle ihm auch schwer, das Bildungsdepartement zu verlassen, sagte Schächtele gegenüber der az. Ausschlaggebend waren private Gründe: Seine Frau und er hätten entgegen ihrem ursprünglichen Plan beschlossen, nun doch im Raum Bern wohnhaft zu bleiben.
Schächtele verlässt den Staatsdienst Ende Februar 2013. Die Stelle des Generalsekretärs des Bildungsdepartements wird öffentlich ausgeschrieben. Ab März bis zur Wahl eines Nachfolgers wird das Generalsekretariat von Schächteles Stellvertreter Stephan Campi geführt.