Strafverfahren

Bilanz nach 7 Monaten: 19 Rasern im Kanton Aargau droht eine Freiheitsstrafe

(Symbolbild)

19 Aargauer Rasern droht eine Freiheitssrafe.

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Die Staatsanwaltschaft Aargau hat seit dem 1. Januar 2013 gegen 19 Personen ein Strafverfahren eröffnet, die gemäss den neuen Via sicura Richtlinien als Raser gelten. Allen Beschuldigten droht eine Freiheitsstrafe.

Gegen 14 Personen hat die Staatsanwaltschaft Aargau ein Strafverfahren «wegen vorsätzlicher Verletzung von elementarer Verkehrsregeln durch besonders krasse Missachtung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit» eröffnet, wie die Staatsanwaltschaft mitteilt.

Gegen 5 weitere Personen läuft ein Strafverfahren «wegen vorsätzlicher Verletzung elementarer Verkehrsregeln durch (anderweitige) skrupellose Fahrweise». Alle Lenker gelten bei einer allfälligen Verurteilung gemäss den neuen Via sicura Richtlinien, die seit dem 1. Januar 2013 in Kraft sind, als Raser.

Acht Autos und zwei Töffs beschlagnahmt

Die Staatsanwaltschaft Aargau hat im Zusammenhang mit diesen laufenden Verfahren acht Autos und zwei Motorfahrräder beschlagnahmt.

Der erste Fall wurde vom Bezirksgericht Brugg bereits abgeurteilt (wir berichteten). Es wurde eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten und eine Busse von 4000 Franken ausgesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, die Staatsanwaltschaft hat den Fall ans Obergericht Aargau weitergezogen.

Massiv zu schnell

Nach den Gesetzesänderungen gilt nach den via sicura Richtlinien als Raser, wer die Geschwindigkeit in der 30 km/h-Zone um 40 km/h, innerorts (50 km/h) um 50 km/h, ausserorts (80 km/h) um 60 km/h und auf der Autobahn (120 km/h) um 80 km/h überschreitet.

Ebenso gilt als Raser, «wer durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalles mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingeht, namentlich durch waghalsiges Überholen oder Teilnahme an einem nicht bewilligten Rennen mit Motorfahrzeugen.» (ahu)

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