Wahlkampf
Bierdeckel, Gewürze, «Parlamentini»-Sammelhefte: So kreativ gehen die Aargauer Kandidierenden auf Stimmenfang

Der Wahlkampf im Aargau ist offiziell eröffnet: Seit Anfang Woche dürfen die Kandidierenden ihre Plakate aufhängen. Für den Stimmenfang haben sich die Parteien aber auch das eine oder andere originelle Geschenk einfallen lassen.

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Streichhölzer, Leuchtstifte oder Gewürze: Für den Stimmenfang lassen sich die Aargauer Nationalratskandidaten so einiges einfallen. Besonders originell gehts bei der SVP zu und her: Statt Panini- verteilen sie «Parlamentini»-Sammelhefte.

SVP-Nationalratskandidatin Martina Bircher freuts: «Jetzt kann man mal Parlamentarier untereinander austauschen, das ist ganz was Neues», sagt sie gegenüber «TeleM1». Die «Parlamentini»-Bilder geben die Kandidaten bei den Wahlveranstaltungen ab.

Während die SVP-Mitglieder Bilder einkleben, werden sie von Martin Brügger unterbrochen. Der SP-Nationalratskandidat verteilt Äpfel an die Konkurrenz. «Frisch, knackig – und ohne Würmer», lacht er in Anspielung auf die umstrittenen Wahlplakate der SVP.

Seed-Balls für mehr Biodiversität

Getreu ihrem Parteiprogramm setzen die Grünen bei den Wahlkampf-Geschenken auf Nachhaltigkeit. Die Partei verteilt sogenannte «Seed-Balls» an die Wähler. «Da sind Blumen aus dem Kanton Aargau drin. Die sind für die Bienen und Schmetterlinge und sollen die Biodiversität fördern», erklärt Kim Schweri.

Doch auch die anderen Parteien beweisen viel Kreativität: Während die CVP mit Jasskarten trumpfen will, setzt die EVP auf T-Shirts, Bierdeckel und Erfrischungstücher. Weggli und Leuchtstifte gibts bei der BDP. Die GLP verteilt Tauschentücher oder Pflaster und die FDP will das Stimmvolk mit Gummbärli und Honig an die Urne locken.

«Ich bin erstaunt über die Kreativität, die unsere Leute haben. Das freut mich sehr», sagt die Aargauer FDP-Fraktionspräsidentin Sabina Freiermuth.

Der Wahlkampf ist eröffnet. Und diesen lassen sich die Kandidaten auch etwas kosten: Die meisten geben laut «TeleM1» ein paar tausend bis hunderttausend Franken aus.