Streichhölzer, Leuchtstifte oder Gewürze: Für den Stimmenfang lassen sich die Aargauer Nationalratskandidaten so einiges einfallen. Besonders originell gehts bei der SVP zu und her: Statt Panini- verteilen sie «Parlamentini»-Sammelhefte.

SVP-Nationalratskandidatin Martina Bircher freuts: «Jetzt kann man mal Parlamentarier untereinander austauschen, das ist ganz was Neues», sagt sie gegenüber «TeleM1». Die «Parlamentini»-Bilder geben die Kandidaten bei den Wahlveranstaltungen ab. 

Während die SVP-Mitglieder Bilder einkleben, werden sie von Martin Brügger unterbrochen. Der SP-Nationalratskandidat verteilt Äpfel an die Konkurrenz. «Frisch, knackig – und ohne Würmer», lacht er in Anspielung auf die umstrittenen Wahlplakate der SVP.

Provokantes Wahlsujet: SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi nimmt Stellung

Provokantes Wahlsujet: SVP-Fraktionschef Thomas Aeschi nimmt Stellung (18. August)

Das neue Wahlsujet der Volkspartei besitzt Ähnlichkeiten mit der Bildsprache, welche die Nazis im zweiten Weltkrieg zu Propagandazwecken brauchten. Im ”SonnTalk” erklärt Thomas Aeschi die Symbolik hinter dem Plakat.

Seed-Balls für mehr Biodiversität

Getreu ihrem Parteiprogramm setzen die Grünen bei den Wahlkampf-Geschenken auf Nachhaltigkeit. Die Partei verteilt sogenannte «Seed-Balls» an die Wähler. «Da sind Blumen aus dem Kanton Aargau drin. Die sind für die Bienen und Schmetterlinge und sollen die Biodiversität fördern», erklärt Kim Schweri. 

Doch auch die anderen Parteien beweisen viel Kreativität: Während die CVP mit Jasskarten trumpfen will, setzt die EVP auf T-Shirts, Bierdeckel und Erfrischungstücher. Weggli und Leuchtstifte gibts bei der BDP. Die GLP verteilt Tauschentücher oder Pflaster und die FDP will das Stimmvolk mit Gummbärli und Honig an die Urne locken. 

«Ich bin erstaunt über die Kreativität, die unsere Leute haben. Das freut mich sehr», sagt die Aargauer FDP-Fraktionspräsidentin Sabina Freiermuth. 

Der Wahlkampf ist eröffnet. Und diesen lassen sich die Kandidaten auch etwas kosten: Die meisten geben laut «TeleM1» ein paar tausend bis hunderttausend Franken aus.