Bremgarten

Betrunken und zu schnell unterwegs: 4 Jahre Knast ohne Pardon

Der betroffene Unfall im Freiamt vom Mittwoch, 9. Januar 2013

Der betroffene Unfall im Freiamt vom Mittwoch, 9. Januar 2013

Die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten hat Anklage gegen einen 29-jährigen Schweizer Unfall-Raser erhoben. Es ist im Kanton Aargau nach Inkrafttreten der Via-Sicura-Richtlinien die erste Anklage mit unterschiedlichen Anklagepunkten.

Ein 29-jähriger Schweizer rast am Mittwoch, 9. Januar 2013 – nur neun Tage nach Inkrafttreten der neuen Raserrichtlinien – gegen 21.15 Uhr mit einem Lieferwagen auf der Kantonsstrasse von Rottenschwil in Richtung Bremgarten.

Während eines Überholmanövers verliert der beschuldigte 29-jährige Schweizer die Kontrolle über sein Fahrzeug, worauf sich der Lieferwagen mehrmals überschlug und Totalschaden erlitt. Der Beschuldigte hat sich beim Unfall nur leicht verletzt, der Beifahrer blieb gar unverletzt.

Erste Anklage nach neuen Raser-Richtlinien: Der betroffene Unfall in Hermetschwil

Erste Anklage nach neuen Raser-Richtlinien: Der betroffene Unfall in Hermetschwil

Erste Anklage nach neuem Verfahren

Nun hat die Staatsanwaltschaft Muri-Bremgarten Anklage gegen den 29-jährigen Schweizer erhoben.

Es handelt sich um eine der ersten Anklagen im Aargau seit dem Inkrafttreten der Via Sicura Richtlinien am 1. Januar 2013. Zum ersten Mal besteht in Bremgarten aber nicht nur ein reiner Tempoexzess, wie die Aargauer Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung schreibt.

Weitere Anklagepunkte

Der Raser stand unter starkem Alkohol- und Drogeneinfluss. Mit massiver übersetzter Geschwindigkeit überholte er in einer leichten Linkskurve ein angeblich schwankendes Fahrzeug.

Weitere Anklagepunkte sind das Nichttragen der Sicherheitsgurte, das mehrfache Fahren ohne Führerausweis und Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz.

Die Aargauer Staatsanwaltschaft wirft dem Beschuldigten vor, durch die Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalles mit Schwerverletzten oder Todesopfern eingegangen zu sein. Sie fordert eine unbedingte Freiheitsstrafe von vier Jahren und eine Busse von 300 Franken. (sha/rom)

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