Falsches Gold
Betrug: Die miesen Tricks der Goldfälscher

In der Schweiz verzeichnen Edelmetallhändler in den letzten Wochen immer mehr Kunden, denen falscher Goldschmuck verkauft wird. Im Aargau bedienen sich die Täter eines besonders raffinierten Tricks.

Kim Ghilardi
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Ein gefälschter Ring mit dem, ebenfalls gefälschten, 750 Stempel. (Quelle: Münzen Huber)
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Ein 585 Stempel. (Quelle: Münzen Huber)
Gold ist im vergleich zu Messing weniger gelblich. (Quelle: Münzen Huber)
Falscher Goldschmuck
Der besagte 750 Stempel. (Quelle: Münzen Huber)
Die Fälschungen kommen vermutlich meist aus der gleichen Fälscherei. (Quelle: Münzen Huber)
Eine gefälschte Kette aus Messing. (Quelle: Münzen Huber)
Die Spetzialisten von Alfameta können mit einem Spektrum die Metalle Prüfen. (Quelle: Münzen Huber)

Ein gefälschter Ring mit dem, ebenfalls gefälschten, 750 Stempel. (Quelle: Münzen Huber)

Betrügereien und miese Tricks, die darauf abzielen, den Opfern falschen Goldschmuck zu verkaufen, mehren sich auch im Aargau. Patrick Huber, Geschäftsleiter von Münzen Huber, hat in den letzten Monaten immer mehr Kunden gehabt, die mit vermeintlichen Goldringen oder Goldketten in seinen Edelmetallhandel gekommen sind. Diese Kunden wurden Opfer von Betrug - mit einem simplen Trick wurden ihnen Messingringe als Goldschmuck verkauft.

Derselbe Trick immer wieder

Dabei ist die Geschichte meist die gleiche: Die ahnungslosen Opfer treffen auf einer Strasse im Dorf oder auf einer Autobahnraststätte auf Fremde, die mit dem Auto nicht mehr weiterkommen. Die Fremden erklären dann, dass ihnen das Benzin ausgegangen sei und sie kein Geld haben, um neues zu kaufen. Gegen einen geringen Betrag zwischen 50 und 200 Franken wird dem Opfer ein Goldring angeboten.

Wenn jemand darauf hereinfällt und den Ring dann weiterverkaufen will, wird er enttäuscht feststellen, dass er betrogen wurde. Bei dem gekauften Schmuck handelt es sich um wertlose Fälschungen aus Messing. Die Polizei bestätigt das Vorgehen aus bereits bekannten Fällen.

Wie erkennt man eine Fälschung

Die meisten Ringe oder Ketten, die der Edelmetallhändler zur Prüfung bekommt, sehen gleich aus. Sie tragen einen «750» und/oder einen «18k» Stempel, bereits in einem hervorgegangenen Artikel von 20 Minuten über Betrug mit falschem Goldschmuck wurden die exakt gleichen Prägungen beschrieben. «Die Fälscher versuchen den Schmuck echter zu machen, einen zweiten Stempel braucht es gar nicht», erklärt der Fachmann.

Huber weiss, dass diese Fälschungen meist von Romas über die Deutsche Grenze geschmuggelt werden und dann hier im Aargau mittels Betrug an den Mann gebracht werden. «Mittlerweile geht es so weit, dass bereits mehrmals pro Woche jemand mit einer Fälschung zu uns gelangt», erklärt Huber. Die Täter machen sich nicht ein mal mehr die Mühe die Fälschungen zu vergolden.

Gemäss der Kantonspolizei Aargau halten sich die Betrüger meist entlang den Autobahnachsen auf.

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