Schutzmassnahmen

Besuchsregeln in Aargauer Heimen und Spitälern werden gelockert – diese Einschränkungen bleiben

Distanz- und Hygieneregeln sollen beim Besuch nach Möglichkeit eingehalten werden. (Symbolbild)

Distanz- und Hygieneregeln sollen beim Besuch nach Möglichkeit eingehalten werden. (Symbolbild)

Das Besuchsverbot ist aufgehoben. Angehörige und Freunde in Spitälern und Heimen können wieder besucht werden. Es gelten allerdings weiterhin Schutzmassnahmen.

Besuche in Spitälern und Pflegeheimen sind wieder möglich. Das verkündete Jean-Pierre Gallati, Vorsteher des Departements Gesundheit und Soziales (DGS), am Mittwoch an der Pressekonferenz des Regierungsrats. In Altersheimen ist dies bereits seit Mitte Mai der Fall. Nun wird am Samstagmorgen auch das Besuchsverbot in Spitälern und Kliniken im Kanton Aargau aufgehoben.

Auch wenn dann theoretisch wieder Normalbetrieb möglich wäre, sind weiterhin Einschränkungen zu beachten. Gemeinsam mit dem Verband der aargauischen Spitäler, Kliniken und Pflegeinstitutionen (VAKA) und dem DGS haben sich die Aargauer Spitäler und Kliniken sich auf ein einheitliches Konzept verständigt, das auch in Zukunft Patienten, Bewohner und Personal bestmöglich schützen soll.

Konkret bedeutet das:

  • Pro Patient und Tag dürfen maximal zwei Besucher empfangen werden.
  • Alle Besucher müssen sogenannte Mund-Nasen-Schutzmasken tragen. Wer keine eigene mitbringt, kann vor Ort eine erhalten. Stoffmasken und FFP-Masken mit Ausblasventil sind nicht erlaubt.
  • Pro Einzel- und Doppelzimmer sind zwei, in Dreierzimmern drei und in Viererzimmern maximal vier Besucher gleichzeitig zulässig.

Die Distanz- und Hygienevorschriften sind immer noch gültig. Dazu gehören das regelmässige Händewaschen und Desinfizieren sowie das Einhalten des Mindestabstands von neu 1.5 Metern wo immer möglich. Zudem sind Besuche teilweise nur in speziell gekennzeichneten Besucherzonen oder in den Patientenzimmern möglich.

Besuchsdauer eingeschränkt

Personen mit Erkältungssymptome, Fieber oder Geschmacks- und Geruchsstörungen dürfen weiterhin keine Besuche machen. Gleiches gilt für Personen, die in den letzten zwei Wochen Kontakt mit Corona-Infizierten hatten. Die Nutzung der Swiss-Covid-App des Bundes wird empfohlen. Eine grundsätzliche Verpflichtung zur Angabe der Personendaten gibt es nicht mehr. In Pflegeheimen ist mitunter eine telefonische Voranmeldung gewünscht. In jedem Fall sollten Spontanbesuche jeweils vor Ort angemeldet werden.

Das Kantonsspital Baden hat die Besuchsdauer auf 30 Minuten beschränkt. Im Asana-Spital Menziken dürfen die Besuche immerhin eine Stunde dauern. In den beiden Spitälern des Gesundheitszentrums Fricktal (GZF) in Laufenburg und Rheinfelden, im Kreisspital Muri, im Asana-Spital Leuggern und im Kantonsspital Aarau gibt es keine derartigen Regelungen.

Pflegeheime, die ein besonderes Risikoumfeld darstellen, setzen mitunter weiter auf die Erhebung der Personendaten. So gibt es etwa in den Alterszentren des Vereins für Altersbetreuung im oberen Fricktal (VAOF) den sogenannten Besucherpass. Mit der Unterschrift bestätigen Angehörige oder Vertrauenspersonen dort, dass sie sich als Teil des Schutzkonzeptes verstehen. Das sei weiterhin sinnvoll und bislang auch kein Problem, wie VAOF-Geschäftsführer Andre Rotzetter bestätigt. «Die Besucher haben ja Interesse, dass es den Bewohnern gut geht und der Virus nicht ins Haus kommt.» (phh)

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