Es knallte um 5.30 Uhr. Drei Männer waren zwischen Baden und Brugg so schnell unterwegs, dass ihr Auto im Kreisel bei der Kehrichtverbrennungsanlage Turgi mit dem Kreiselschmuck kollidierte. Da dieser aus fünf massiven Steinblöcken besteht, ist der Mitsubishi jetzt Schrott. Und Turgi heisst jetzt nur noch «Tur», da die Buchstaben g und i die beiden Blöcke zieren, die von der Wucht des Aufpralls umgerissen wurden.

Die alkoholisierten Insassen behaupteten gegenüber der Polizei, dass ein vierter Mann gefahren war, der nach dem Crash das Weite gesucht hatte. Die Kantonspolizei fand aber nicht nur heraus, dass einer der drei am Steuer gesessen sein musste, als das Auto kurz zuvor aus einer Parkgarage in Baden gelenkt worden war. Dort hatte das Trio das Parkticket verloren und den Stadtpolizisten beschimpft, den sie via Gegensprechanlage konsultierten.

Die Beamten konnten auch klären, dass der 21-jährige Portugiese nur einen Lernfahrausweis besitzt und dem 23-jährigen Schweizer der Führerausweis entzogen worden war. Der Portugiese teilt nun das Schicksal des Schweizers. Die beiden Männer trugen Prellungen auf Brusthöhe davon; die Polizei geht davon aus, dass einer von ihnen am Steuer sass. Sie sucht Zeugen (062 886 88 88). (az)