Die BDWM Transport hat für den Bahnübergang Bahnhofstrasse beim Bahnhof Berikon-Widen und für den Übergang Friedlisbergstrasse beim Bahnhof Rudolfstetten den Bau von Halbschranken vorgesehen. Gegen die entsprechenden Plangenehmigungen legten der Kanton Aargau sowie die Einwohnergemeinden Widen, Berikon und Rudolfstetten-Friedlisberg Einsprachen und anschliessend Beschwerde ein.

Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerden in zwei am Dienstag publizierten Urteilen abgewiesen. Es stimmt mit den Beschwerdeführern überein, dass es sich bei den Übergängen um stark belastete Verkehrsknoten handle und dass der Verkehr in Zukunft zunehmen werde.

Gerade wegen der Verkehrszunahme seien die Halbschranken notwendig, um die Sicherheit zu gewährleisten. Die bestehenden Rotlichtanlagen mit Andreaskreuzen würden bei einer Zunahme des Verkehrsaufkommens wohl häufiger als bisher überfahren. Schrankenanlagen würden deshalb im Interesse der Verminderung des Unfallrisikos dienen. (Urteile A-5263/2017 und A-5292/2017 vom 10.04.2019)

Gerde erst im vergangenen Jahr war es am Bahnübergang beim Bahnhof Berikon-Widen auf der Mutschellen-Passhöhe zu einer Kollision zwischen einem LKW und einem Zug gekommen. Schranken würden zwar die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer erhöhen, jedoch würden die Wartezeiten zu massiven Staus führen - besonders zu Stosszeiten.