Sparmassnahmen

Berufsberatung «ask!» muss sparen und schliesst zwei Standorte

Der Internetauftritt des Beratungsdienstes für Ausbildung und Beruf Aargau (ask!)

Der Internetauftritt des Beratungsdienstes für Ausbildung und Beruf Aargau (ask!)

Der Beratungsdienst für Ausbildung und Beruf im Aargau, «ask!», schliesst die Standorte in Zofingen und Bad Zurzach. Er reagiert damit auf die Sparvorgaben des Kantons. Damit verbleiben die vier Standorte in Aarau, Baden, Rheinfelden und Wohlen.

Der Beratungsdienst ask! will trotz der Schliessung der beiden Standorte sicherstellen, dass auch die Jugendlichen in der Berufswahlphase in Randregionen in der Berufsberatung gut unterstützt werden.

«Die Verantwortlichen von Schulhäusern können in Zukunft aus einer Produktepalette auswählen, die von Klasseninformationen, Einzelberatungen oder Beratungen in Gruppen, Familienanlässen über Weiterbildungsangebote für Lehrpersonen bis zum Mitwirken in einer Projektwoche reicht», schreibt der Beratungsdienst «ask!» in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Thomas Eichenberger von der Beratungsstelle «ask!»

Thomas Eichenberger von der Beratungsstelle «ask!»

Jedem Schulhaus werde dafür eine bestimmte Stundenzahl einer Fachperson zugeteilt. Diese direkte Unterstützung währt also so lange, bis das Kontingent ausgeschöpft ist. Nach wie vor können Jugendliche die Beratungsangebote der vier verbleibenden Standorte nutzen.

Von einem Stellenabbau ist in der Mitteilung keine Rede. Die ask-Mitarbeitenden in Zofingen und Bad Zurzach würden künftig in Aarau oder Baden arbeiten – und von dort aus weiterhin ihre Schulhäuser betreuen.

Im 2014 haben rund 11‘500 Personen ask-Beratungsangebote in Anspruch genommen. Rund 39‘000 Personen besuchten ein Informationszentrum. Weitere 9000 Personen besuchten Veranstaltungen ausserhalb der ask!-Standorte. Die Zahlen in den letzten zehn Jahren seien stabil, so ask.

Ein Trend: Die Fragen der ask!-Kunden würden immer komplexer. In der Mitteilung wird das damit erklärt, dass immer mehr Menschen sich vor die Herausforderung gestellt sehen würden, Brüche, schwierige Übergänge und Neuorientierungen in ihrer beruflichen Laufbahn konstruktiv zu bewältigen. Es gebe immer mehr Möglichkeiten in Bildung und Beruf. Dazu käme, dass die Muster für Lebenskonzepte weniger klar seien und dass weniger fassbare Vorbilder die Orientierung erschweren würden. (pz)

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