Rettungswesen
Bei Katastrophen fehlen im Aargau ausgebildete Notärzte

Auch der ständig im Birrfeld stationierte TCS-Helikopter ändert nichts daran, dass im Aargau bei Katastrophen zu wenige Notärzte abrufbar sind. Noch dieses Jahr soll ein Notarztkonzept ausgearbeitet werden.

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Ein TCS-Helikopter, einsatzbereit auf dem Birrfeld. (Archiv)

Ein TCS-Helikopter, einsatzbereit auf dem Birrfeld. (Archiv)

Annika Bütschi

Das schreibt der Regierungsrat auf eine Interpellation von Marcel Bruggisser (BDP, Aarau). Die entsprechende Feststellung in der Gefährdungsanalyse 2007, wonach es im Kanton Aargau «bei Grossereignissen zu wenige ausgebildete Notärzte für die Erstbehandlung und die Triage auf dem Schadenplatz hat und diese nicht für einen Einsatz verpflichtet werden können», gelte weiterhin.

Bei Alltagsereignissen habe sich die Situation dank des Rettungshelikopters im Birrfeld verbessert, bei Grossereignissen mit vielen Patienten gebe es aber einen Notarztmangel.

Aarau plant ein Notarztsystem

Der Regierungsrat plant, noch dieses Jahr ein Notarztkonzept für den Kanton Aargau auszuarbeiten. Derzeit seien aber noch keine Aussagen zum Inhalt dieses Konzepts möglich. Ein allfälliges Notarztsystem an den Kantonsspitälern Aarau und Baden ist Teil des zu erstellenden Notarztkonzepts.

Aktuell gibt es laut dem Regierungsrat im Kantonsspital Baden keine Bestrebungen zur Einführung eines Notarztsystems. Das Kantonsspital Aarau möchte ein solches einführen.

Dieses soll eine Region abdecken, die über das eigentliche Einzugsgebiet des spitaleigenen Rettungsdienstes hinausgeht. Ob und wie stark der Kanton Aargau sich an den Kosten eines solchen Notarztsystems beteiligt, ist offen. (fh)