Aarau

Bei «Der Bestatter» explodiert, jetzt zu erwerben: Küttiger Rebhäuschen

Winzer Peter Wehrli vor dem Rebhäuschen: «Wir haben hier viele schöne Stunden verbracht.»Pascal Meier

Winzer Peter Wehrli vor dem Rebhäuschen: «Wir haben hier viele schöne Stunden verbracht.»Pascal Meier

Das Rebhäuschen, das in der TV-Serie «Der Bestatter» explodierte, kommt unter den Hammer. Der Küttiger Winzer Peter Wehrli versteigert das Häuschen im Internet. Dieses muss am Rebberg abgeholt werden.

Boom! Mit einem lauten Knall flog im vergangenen Juni am Küttiger Hasenberg ein schmuckes Rebhäuschen in die Luft. Flammen loderten, Fenster barsten. Wenig später war die Leiche des durch die Explosion getöteten Winzer-Patrons im Sack und die Szene im Kasten.

Zu sehen war diese Szene vor drei Wochen im Krimi «Stierebluet» der SRF-Serie «Der Bestatter» mit Mike Müller. Wer jedoch glaubte, das Küttiger Rebhäuschen sei nach der Explosion nur noch ein Trümmerhaufen, der irrt: Die Familie von Winzer Peter Wehrli bietet es auf der Online-Auktionsplattform Ricardo zum Verkauf an. Keine nennenswerten Schäden ausser Fenster und Türen, heisst es dort in der Beschreibung.

«Die Explosion hat erstaunlich wenig Schäden hinterlassen», sagt Peter Wehrli, der das 60 Jahre alte Rebhäuschen nach der Explosion abreissen wollte. Das ist jetzt kein Thema mehr: «Wir konnten den grossen Teil der Schäden wieder reparieren.»

(SRF)

Explosion am Rebberg

(SRF)

Warum versteigert die Winzerfamilie das Rebhäuschen trotzdem? «Wir müssen dieses sowieso durch ein neues Gebäude ersetzen, um die gesetzlichen Vorschriften zu erfüllen», erklärt Peter Wehrli. So bietet das neue Rebhäuschen den Arbeitern im Weinberg nebst Schutz vor Regen und Sonne auch fliessendes Wasser und WC-Anlagen.

Das alte, renovationsbedürftige Rebhäuschen könne zudem laut Peter Wehrli durch die Versteigerung erhalten bleiben und jemand anderem Freude machen. «Das wäre ganz im Sinne meine Familie, denn wir haben hier viele Stunden verbracht.»

Faktisch ist das Rebhäuschen bereits verkauft: Mehrere Käufer haben den Startpreis von 100 Franken in die Höhe getrieben. Das letzte Gebot lag gestern Abend bei 200 Franken. Wer am Schluss das Rennen macht, braucht kräftige Helfer: Das «Bestatter»-Häuschen muss nämlich selber abgebaut und abgeholt werden.

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