Vier Jahre nach der Erstauflage des kantonalen Alterskongresses fand am Samstag im Kultur- und Kongresshaus in Aarau die dritte Auflage statt. Unter dem Motto «60 plus – es tut sich was!» zeigten kantonale Stellen, Organisationen, Gemeinden und Privatpersonen, wie die im Januar 2013 vom Regierungsrat verabschiedeten Leitsätze zur Alterspolitik und die am zweiten Alterskongress formulierten Empfehlungen umgesetzt werden.

«Die Leitsätze zur Alterspolitik werden gelebt, innerhalb der Kantonsverwaltung ebenso wie ausserhalb, in den Altersorganisationen und Gemeinden», sagte die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli, Vorsteherin des Departements Gesundheit und Soziales. Dies sei «alles andere als selbstverständlich und es zeigt, dass wir Orientierung haben in der Alterspolitik» – und es sei eine Bestätigung dafür, «dass wir an den richtigen Baustellen arbeiten».

Zum zweiten Mal wurde am dritten Alterskongress der Silver Award für inspirierende Projekte und Ideen im Altersbereich verliehen. Aus 28 Projekten hatte die aus Fachpersonen und Vertretungen von Altersorganisationen bestehende Jury deren 12 für die Preisverleihung nominiert.

Begleitdienst gewinnt

Den ersten Preis holte sich dabei der Kantonale Palliative-Care-Begleitdienst der Reformierten Landeskirche Aargau. Die Jury habe insbesondere beeindruckt, «wie viele Menschen – unabhängig ihres Alters – durch den kantonalen Palliative-Care-Begleitdienst begleitet werden», teilten die Veranstalter mit. Dabei setze die Reformierte Landeskirche auf freiwilliges Engagement, eine durchdachte Struktur und auf die Vernetzung mit lokalen Fachpersonen.

Den zweiten Preis erhielt der Verein Altersbetreuung im Oberen Fricktal Vaof für die zwei eingereichten Projekte «Hilferuf, Sicherheitscheck und Extracheck (HiSi) für Senioren» und «Alterswohngruppe mit einem Hausbesuch-Modell». Die Jury würdigte damit auch die seit 45 Jahren bestehende breit abgestützte Vereinsstruktur, «welche die Entwicklung innovativer Angebote im Sinne einer durchgängigen Unterstützung für ältere Menschen im Oberen Fricktal ermöglicht».

«Chancen nach sechzig»

Den dritten Preis sicherte sich die Projektgruppe «CHANCEN 60 plus» mit ihrem Informationsmedium «Chancen nach sechzig». Die Jury zeigte sich dabei «überzeugt, dass das von Berufs- und Laufbahnberatern konzipierte Buch ältere Menschen unterstützt, ihr vielfältiges Potenzial zu entdecken und ihnen dank Lebensgeschichten und Hinweisen Mut macht, dieses zu realisieren.» (az)