Nomination

BDP nimmt den Meister zum Vorbild: «Hopp YB, hopp Gelb-Schwarz, hopp BDP!»

Mannschaftsfoto: Das Wahlteam der BDP Aargau will, wie die Berner Young Boys, in letzter Minute zum Erfolg kommen.

Mannschaftsfoto: Das Wahlteam der BDP Aargau will, wie die Berner Young Boys, in letzter Minute zum Erfolg kommen.

Trotz einigen Wahlniederlagen will die Bürgerlich-Demokratische Partei im Aargau ihren Nationalratssitz verteidigen. Auf der 16er-Liste stehen bekannte Namen, zum Knackpunkt dürfte aber der Wähleranteil werden.

Seit zehn Jahren gibt es die BDP im Aargau, im November wurde der runde Geburtstag ausgiebig gefeiert. Wenig Grund zum Feiern hatte die Kleinpartei indes am Wochenende: Bei den Zürcher Wahlen scheiterte die BDP an der 5-Prozent-Hürde und flog aus dem Kantonsparlament. Eine solche Hürde gibt es bei den Nationalratswahlen im Herbst nicht.

Doch wer als Aargauer nach Bundesbern will, muss bei insgesamt 16 Sitzen auch rund 5 Prozent Wähleranteil erreichen. Bei den Nationalratswahlen 2015 kam die BDP im Aargau auf 5,13 Prozent, damit gelang es Bernhard Guhl, seinen Sitz zu verteidigen.

Das ist auch im Herbst sein Ziel, doch Guhl betonte an der Nominationsversammlung der Partei am Mittwochabend in Staufen, es gehe nicht um seine Person, sondern um die BDP. Der bisherige Nationalrat, der auch schon einen Marathon gelaufen ist, gab sich überzeugt, dass die Partei den Sitz halten könne.

Als anspruchsvollen Marathon sieht auch Kantonalpräsident Roland Basler den Wahlkampf, während Astrid Bärtschi, die Generalsekretärin der BPD Schweiz, einen anderen sportlichen Vergleich zog.

Sie verwies auch die berühmte YB-Viertelstunde und die Tatsache, dass der aktuelle Schweizer Fussballmeister viele Spiele in den letzten Minuten für sich entscheide. Dies müsse auch das Ziel im laufenden Wahlkampf sein, sagte Bärtschi, und rief gleich den passenden Slogan dazu in den Saal: «Hopp YB, hopp Gelb-Schwarz, hopp BDP!»

Unterschriftensammlung beginnt

Präsident Basler hielt fest, nicht nur Grüne und GLP setzten sich für das Klima ein. Die BDP sei die erste bürgerliche Partei, die den Atomausstieg gefordert habe, sie unterstütze die Gletscherinitiative – «wir erheben aber nicht einfach Forderungen, die andere dann umsetzen sollen». Auf der BDP-Liste finden sich neben Bernhard Guhl weitere bekannte Namen: Ständeratskandidatin Maya Bally, der Aarauer Arzt und Grossrat Marcel Bruggisser, Regionalbus-Lenzburg-Chef René Bossard, oder Roland Meier, Geschäftsführer der Behindertenstiftung Arwo in Wettingen.

Noch vor dem Wahlkampf beginnt bei der BDP die Unterschriftensammlung für die Amtsenthebungsinitiative. Diese wird morgen Freitag im Amtsblatt publiziert, die erste Standaktion findet am Samstagmorgen auf der Igelweid in Aarau statt.

Meistgesehen

Artboard 1