Wahlen 2019
BDP Aargau fordert in Anwesenheit ihrer Alt-Bundesrätin Lösungen zum Klimaschutz

Die ehemalige Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf zu Gast an der Delegiertenversammlung in Lupfig.

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Mit alt Bundesrätin: Kantonalpräsident Roland Basler, Ständeratskandidatin Maya Bally, Eveline Widmer-Schlumpf, Nationalrat Bernhard Guhl und die Kandidierenden Bianca Martelletti, Anne-Käthi Hess, Natascha Basler, Philippe Tschopp (von rechts).

Mit alt Bundesrätin: Kantonalpräsident Roland Basler, Ständeratskandidatin Maya Bally, Eveline Widmer-Schlumpf, Nationalrat Bernhard Guhl und die Kandidierenden Bianca Martelletti, Anne-Käthi Hess, Natascha Basler, Philippe Tschopp (von rechts).

AZ

Die Delegierten der BDP Schweiz tagten am Samstag im Ochsen Lupfig. Der nationale Parteitag fand damit nach Zofingen 2011 und Aarau 2015 bereits zum dritten mal im Aargau statt. Parteipräsident Martin Landolt eröffnete die Delegiertenversammlung mit einem Ausblick auf die kommenden National- und Ständeratswahlen.

Am 20. Oktober gehe es nicht nur um Weichenstellungen zu Klima-, Europa- und Sozialpolitik, «sondern auch um einen Richtungsentscheid in Bezug auf die Werte, die unser Land charakterisieren und prägen sollen», sagte Landolt. Er nannte Punkte, wie sie in der Präambel der Bundesverfassung stehen: «Solidarität und Offenheit als Ausdruck von Souveränität.» Nebst Landolt und weiteren Parlamentsmitgliedern wie dem Aargauer Nationalrat Bernhard Guhl und BDP-Ständerat Werner Luginbühl nahm die ehemalige Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf als prominenter Gast an der Versammlung teil.

Nachdem der Aargauer Kantonalpräsident Roland Basler die Delegierten mit einem flammenden Votum in Lupfig begrüsst hatte, folgten Referate von Meteorologe Felix Blumer und Solarpionier Josef Jenni. Blumer machte deutlich, dass der Klimawandel real ist und es sich nicht um einen Hype handelt. Er relativierte jedoch: Die Erde werde die Erwärmung um mehrere Grad überleben. Ob das der Mensch auch könne, wisse er nicht.

Solarpionier Josef Jenni auf der anderen Seite ist der Macher. Als Energiepraktiker habe er sich nicht von Theoretikern beirren lassen, die sagten, das gehe nicht und beispielsweise Mehrfamilienhäuser gebaut, welche mit im Sommer gespeicherter Wärme den ganzen Winter beheizt werden können. Natürlich würden die Klimademonstrationen beim Gesinnungswandel helfen. Aber die jungen Menschen würden besser einen Job in der Energiebranche suchen, denn es brauche auch Leute, welche die Energiewende umsetzten, sagte Jenni.

Aus Sicht der BDP ist der Klimawandel die dringendste Herausforderung der kommenden Jahre. Um die Pariser Klimaziele zu erreichen, braucht es machbare Lösungen, hält die Partei fest. Unrealistische Forderungen von linker Seite oder das Ignorieren von wissenschaftlichen Fakten auf der rechten Seite seien keine zielführenden Lösungsbeiträge, hiess es an der Versammlung. (az)