Eiken
Bauernverband mit Resolution gegen Verbot für Fotofallen

Der Bauernverband Aargau (BVA) hat am Dienstagabend in Eiken an einer Informationsveranstaltung über die Neuerungen im Jagdrecht eine Resolution verabschiedet. Darin spricht sich der BVA gegen ein Verbot für Fotofallen im Bereich der Jagd aus.

Walter Christen
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Wildschweine verursachen vor allem im nördlichen Aargau (Fricktal) erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. – Foto: chr

Wildschweine verursachen vor allem im nördlichen Aargau (Fricktal) erhebliche Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen. – Foto: chr

Aktuell und aus erster Hand liessen sich am Anlass des Bauernverbandes Aargau über 150 Bauern und Bäuerinnen im Kulturellen Saal in Eiken zum Themenbereich Jagdrecht, Massnahmenplan Schwarzwild und Schadenverhütung durch die Wildschweine informieren. Diese Weisungen wurden nach 2011 bereits wieder angepasst und per 1. Januar 2014 in Kraft gesetzt.

Der Bauernverband orientierte Betroffene von Wildschäden über die Neuerungen, die weiteren Entwicklungen und über die geplante Erhöhung der Bagatellschadengrenze, wobei Regierungsrat Stephan Attiger das neue Jagdrecht aus regierungsrätlicher Sicht erläuterte.

Schadenverursacher im Visier

Die in Eiken versammelten Produzenten und Landbewirtschafter verabschiedeten einstimmig eine Resolution, in der sie sich gegen ein Verbot von Fotofallen aussprachen. Mit diesem Hilfsmittel sollen die Wildschweine, die in den Kulturen zum Teil massive Schäden anrichten, im Visier behalten werden.

In der Resolution – das ist eine schriftliche, auf einem Beschluss beruhende Erklärung, in der bestimmte Forderungen erhoben und begründet werden – verlangt der BVA «unverzüglich zusätzliche Massnahmen gegen die Afrikanische Schweinepest», die sich auch hierzulande auszubreiten droht.

Ferner wird die Erhöhung der Bagatellschadengrenze abgelehnt und ein Betrag von unter 250 000 Franken genannt für die Reduktion von Wildschäden. In der Resolution werden ertragreiche Kulturen erst ab 6000 Franken bestätigt.

Ferner wird eine Reduktion der Wildübergänge gefordert, für deren Realisierung der Kanton Aargau in den nächsten Jahren insgesamt rund 100 Millionen Franken vorgesehen hat, wie vonseiten des BVA verlautet.